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Wenn Senioren Sport treiben, bleiben ihre Knochen fest

FRANKFURT/MAIN (hbr). "Dass im Alter Knochen verloren gehen muss, ist ein Märchen", sagt Professor Dieter Felsenberg. "Wenn wir die Muskelkraft erhalten, dann erhalten wir auch den Knochen." Dafür ist regelmäßiges Training nötig.

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Tatsächlich ist das Knochengewebe lebenslang im Umbau. So stimuliert Muskelarbeit den Aufbau. Umgekehrt wird der Knochen bei nachlassender Muskelkraft weniger gefordert und baut ab: Er passt sich den Anforderungen an.

Das gilt nicht nur bei Senioren. In einer Studie durften gesunde junge Männer 60 Tage lang ihr Bett nicht verlassen. Eine Gruppe trainierte mehrmals in der Woche für kurze Zeit an einer Vibrationsplatte - im Liegen. Das leichte Training beschränkte den Verlust der an der Tibia gemessenen trabekulären Knochenmasse auf etwa 0,3 Prozent. "Das ist fast nichts", so Felsenberg. Männer ohne Training dagegen büßten fast das Siebenfache an Knochenmasse bei einem Verlust von bis zu einem Drittel der Muskelkraft ein.

Training erhält auch alten Menschen die für die Knochenfestigkeit nötige Muskelkraft. Das belegen Untersuchungen an Senioren im Alter von 35 bis über 100 Jahren mit Leichtathletik-Training. Sie trainierten seit Jahren oder Jahrzehnten täglich. Die Daten belegen, dass die Muskelkraft bei regelmäßigem Training auch im Alter nicht nachlässt.

Man kann also gegen Knochenverlust im Alter antrainieren, sagte Felsenberg bei einer Veranstaltung der neu gegründeten deutschen Initiative gegen Sturz und Gebrechlichkeit (DISG) in Frankfurt am Main. Die DISG sieht in der alternden Gesellschaft ihre Aufgabe in Aufklärung und Vorsorge: Gebrechlichkeit und Invalidität bei Senioren sollen möglichst lange hinausgezögert werden. Unterstützt wird die Initiative unter anderem vom Unternehmen Teva, das sich in der Osteoporosetherapie engagiert. Senioren allerdings von regelmäßigem Training zu überzeugen, ist oft schwer. Es gelingt ohne große Anstrengung und Überwindung mit dem Trainingsgerät Galileo®, so Felsenberg. Dabei steht der Patient auf einer Vibrationsplatte, die durch dezente, schnelle Kippbewegungen reflektorische Muskelreaktionen auslöst: Der Patient lässt sich trainieren. Studienteilnehmer verbesserten damit ihre Muskelleistung beim Aufstehen von einem Stuhl in acht Wochen um 18 Prozent. Die Behandlung ist ein IGeL-Angebot und lässt sich nach GOÄ-Ziffer A558 (6,99 Euro einfach) abrechnen.

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