Wenn nur der systolische Wert hoch ist

Isolierte Systolische Hypertonie (ISH) ist kein neues Thema. Die ISH ist bei alten Hypertonikern häufig, aber zu selten erkannt.

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BERLIN (eb). Bekannt ist den Kollegen die Isolierte Systolische Hypertonie als eingenständige Hypertonieform, wie die Zwischenauswertung einer Befragung bei 1000 Ärzten in Deutschland bestätigt hat. Allerdings besteht eine Diskrepanz zwischen der epidemiologisch zu erwartenden und der tatsächlich in den Praxen beobachteten Prävalenz.

Dem entgegenzuwirken, ist Ziel der "ISH-Akademie", die von den Unternehmen Merck Pharma und Trommsdorf Arzneimittel unterstützt wird und beim 57. Berliner Ärztekongress in Berlin vorgestellt worden ist. Bestandteil der Wissensplattform im Internet sind unter anderen CME-zertifizierte Fortbildungsmodule.

Wie Professor Andreas Schuchert aus Neumünster berichtet hat, haben von 60- bis 70-jährigen Hypertonikern bis zu 80 Prozent eine Isolierte Systolische Hypertonie. Das erklärt, warum in dieser Altersgruppe das Schlaganfallrisiko so hoch ist. In der Befragung hatten die Ärzte allerdings mitgeteilt, dass in ihren Praxen weniger als 20 Prozent der Hypertoniker tatsächlich eine Isolierte Systolische Hypertonie haben.

Offensichtlich ist auch vielen Ärzten die aktuelle Definition der Isolierten Systolischen Hypertonie nicht geläufig, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Für jeden zweiten Arzt beginnt eine Isolierte Systolische Hypertonie erst bei systolischen Werten ab 160 mmHg. Nach den Leitlinien der Hochdruckliga liegt diese Hypertonieform aber schon bei Werten von systolisch ab 140 mmHg und diastolisch unter 90 mmHg vor.

Bei der Fortbildungsinitiative können Ärzte unter: www.ish-akademie.de kostenlos ein umfangreiches Informations-, Fort- und Weiterbildungsangebot abrufen. In diesem Monat startet das Fortbildungsmodul mit dem Krankheitsbild ISH. Elf Fortbildungspunkte können erworben werden.

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