Direkt zum Inhaltsbereich

Reisemedizin

West-Nil-Virus wandert nach Südosteuropa

Das West-Nil-Virus (WNV) macht inzwischen auch in Südosteuropa Probleme. Je nach Situation vor Ort sollten Ärzte Reisenden einen angemessenen Schutz gegen die Überträgermücken empfehlen.

Von Sandra Vergin Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. Das WNV stammt ursprünglich aus Afrika, es führt heute aber vor allem auch im Mittleren Osten, in Teilen Südostasiens und Mittelamerikas sowie in Nordamerika und Südosteuropa zu Problemen.

Bis November 2013 wurden beispielsweise etwa 300 Erkrankungen in Serbien registriert, ebenso etwa 90 in Griechenland und 70 in Italien. In den USA hat es 2012 den bislang größten Ausbruch gegeben mit über 5600 Erkrankten und rund 280 Todesfällen. Auch 2013 wurden dort aus einigen Bundesstaaten wieder hohe Fallzahlen gemeldet.

In circa 80 Prozent der Fälle verläuft eine WNV-Infektion ohne Symptome, etwa 20 Prozent der betroffenen Infizierten entwickeln eine grippeähnliche Erkrankung mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Das sogenannte West-Nil-Fieber heilt zumeist nach drei bis sechs Tagen von selbst aus.

Es können jedoch auch schwere Verläufe mit Meningitis oder Enzephalitis auftreten, besonders bei alten oder immungeschwächten Menschen. Bei diesen neuroinvasiven Verlaufsformen bleiben häufig Spätfolgen zurück, die Letalität liegt bei etwa 10 Prozent.

Ein Impfstoff gegen das WNV gibt es bislang nicht, befindet sich jedoch in der Entwicklung. Hauptreservoir des Erregers sind Wildvögel; Stechmücken der Gattungen Culex und Aedes dienen als Vektoren. Das WNV gehört, ebenso wie zum Beispiel das Dengue-Virus oder das Japan-Enzephalitis-Virus, zur Familie der Flaviviren.

Mehr Infos zum Thema Reisemedizin unter www.crm.de

Mehr zum Thema

Ärzte können Fortbildungspunkte sammeln

Bayerische Impfwoche richtet Fokus auf HPV

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Digitale Praxis

KI-Helfer für die Praxis entwickelt Hausarzt Rasche selbst

Lesetipps
Entzündung in der Niere.

© CreativeArt / stock.adobe.com / Generated with AI

Kleingefäßvaskulitiden

IgA-Vaskulitis bei Erwachsenen: Immer nach der Niere sehen!