Krebs

Wie Tumorzellen Makrophagen manipulieren

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FRANKFURT AM MAIN. Wie Krebszellen dem Angriff des Immunsystems entkommen, ergründen derzeit Wissenschaftler der Universität Frankfurt am Main.

Im Blickpunkt der Forscher stehen Makrophagen: Tumoren manipulieren diese so, dass sie das Krebswachstum aktivieren anstatt es zu stoppen, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Krebshilfe. Die umgepolten Makrophagen können sogar die Wirkung einer Chemotherapie beeinträchtigen.

Die Forscher suchen derzeit nach Strategien, um den Schutzmechanismus der Tumorzellen auszuhebeln. Langfristiges Ziel ist es, die Wirksamkeit der Chemotherapie medikamentös zu verbessern. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt mit rund 180.000 Euro.

Um sich vor den Makrophagen zu schützen, haben Tumorzellen eine Überlebensstrategie entwickelt: Sie manipulieren die Immunzellen so, dass diese ihre Anti-Tumorwirkung verlieren. Dies wird als Makrophagen-Polarisierung bezeichnet.

Der Angriffspunkt für diese Strategie sind Lipide, die aus den Zellhüllen der Makrophagen stammen. Mit Hilfe des Enzyms mPGES-1 verändern Krebszellen die Lipide so, dass diese sogar das Wachstum von Tumoren fördern können.

"Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass Brusttumoren langsamer wachsen, wenn ihnen mPGES-1 fehlt", wird Studienleiter Professor Bernhard Brüne zitiert.

"Deshalb wollen wir zunächst die molekularen Mechanismen verstehen, die dafür verantwortlich sind, dass das Enzym die Fresszellen in ihrer Anti-Tumorwirkung hemmt", so Brüne. So sollen beispielsweise die Gene des Schlüsselenzyms mPGES-1 identifiziert werden.

In dem Forschungsprojekt soll auch geklärt werden, ob sich durch eine medikamentöse Hemmung von mPGES-1 die Anti-Tumoraktivität der Makrophagen und die Wirksamkeit einer Chemotherapie verbessern lassen. (eb)

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