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Infektiologie

Wie sich Shigellen ihre Wirtszellen erhalten

Forscher entschlüsseln die Überlebensstrategie von Shigellen. Mit Teilen ihrer äußeren Membran stoppen sie das Selbstzerstörungsprogramm der Wirtszelle.

Veröffentlicht:

Köln. Forscher der Universität Köln haben geklärt, auf welche Weise Bakterien der Gattung Shigella die Apoptose ihrer Wirtszellen verhindern (Nature Microbiology 2019; online 23. Dezember).

Das Team um Professor Hamid Kashkar vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Immunologie, Exzellenzcluster CECAD (Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases) habe nachgewiesen, dass Lipopolysacharide (LPS), die ein Bestandteil der bakteriellen äußeren Membran sind, die Caspasen – in den Prozess der Apoptose involvierte Enzyme – binden und sie blockieren.

Bakterien hingegen, die keine vollständige LPS besitzen, verursachten eine Apoptose, teilt die Universität Köln zur Veröffentlichung der Studie mit. Sie könnten sich deshalb nicht mehr intrazellulär vermehren, würden vom Immunsystem erfolgreich bekämpft und verursachten keine infektiöse Erkrankung. (mal)

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