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Zeitmangel ist für Hausärzte ein Hindernis bei Raucherentwöhnung

BARCELONA (ob). Auf der Rangliste der gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen rangiert für die meisten niedergelassenen Kollegen Rauchen an erster Stelle. Dennoch sehen sich viele von ihnen nicht ausreichend gerüstet, abstinenzwillige Patienten bei der Raucherentwöhnung zu unterstützen.

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Dies geht aus einer Umfrage hervor, die vom Unternehmen Pfizer initiiert worden ist. Darin haben weltweit 2838 Praktiker, Allgemeinmediziner und Internisten - darunter auch 226 Hausärzte aus Deutschland - über ihre Einstellung zum Rauchen und zur Raucherentwöhnung berichtet. Die Ergebnisse der STOP (Smoking: The Opinion of Physicians) genannten Befragung wurden auf einer Pressekonferenz des Unternehmens beim Europäischen Kardiologenkongreß in Barcelona vorgestellt.

Nach Ansicht von Professor Robert West aus London stehen Ärzte in der Pflicht, Patienten, die zum Rauchverzicht bereit sind, professionelle Hilfe anzubieten. Kaum eine gesundheitliche Maßnahme sei so kosteneffizient wie das Aufgeben des Rauchens. West rechnete vor: Jeder Hausarzt, der abstinenzwillige Raucher unterstützt, könnte pro Jahr bis zu fünf vorzeitige Todesfälle verhindern.

Die Hilfe umzusetzen bereitet im Praxisalltag jedoch noch Schwierigkeiten, wie die STOP-Ergebnisse verdeutlichen. So gab jeder zweite Hausarzt Zeitmangel als Grund dafür an, warum er Patienten beim Nikotinverzicht nicht unterstützt.

Ein Drittel der Befragten fühlte sich nicht ausreichend geschult, um professionelle Hilfe anbieten zu können. Konsens bestand in der Einschätzung, daß Raucherentwöhnung wesentlich schwieriger sei als zum Beispiel eine Therapie gegen Bluthochdruck. Nicht wenige schätzten daher das Repertoire der verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten als ungenügend ein.

Allerdings wird es in naher Zukunft eine Erweiterung der medikamentösen Optionen geben. Das Unternehmen Pfizer hat mit Vareniclin einen neuen Wirkstoff zur unterstützenden Behandlung bei der Raucherentwöhnung in der Entwicklung. Die Substanz hat sich nach Aussage von West bereits in placebokontrollierten Studien bewährt. Die zuständige europäische Behörde hat die Zulassung des Medikaments, das unter dem Warenzeichen Champix® auf den Markt kommen soll, mittlerweile schon befürwortet.

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