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Zusatznutzen durch Antikörper bei Kolon-Ca

BERLIN (gvg). Patienten, die bei einem metastasierten Kolonkarzinom ein Oxaliplatin-haltiges Therapieschema bekommen, profitieren von der zusätzlichen Therapie mit dem Antikörper Bevacizumab.

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Der Nutzen dieser Therapie wurde in der TREE-2-Studie in der Phase 2 beobachtet. Die Studie ist die erste randomisiert-kontrollierte Untersuchung, bei der Sicherheit und Verträglichkeit einer Kombination aus Oxaliplatin-basierten Therapien in Kombination mit dem Antikörper Bevacizumab in der Erstlinientherapie untersucht wurden. Die Ergebnisse wurden auch auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Atlanta vorgestellt.

Die insgesamt 223 Patienten erhielten alle eine auf Oxaliplatin (Eloxatin®) aufbauende Behandlung. Dazu wurde entweder 5-Fluorouracil (5-FU) als Infusion oder als Bolus appliziert. Außerdem gab es in der Studie eine Gruppe, in der Capecitabin statt 5-FU gegeben wurde. Zusätzlich erhielten alle Patienten Bevacizumab. Als weitere Vergleichsgruppe diente die Kohorte der TREE-1-Studie, in der bei exakt demselben Studiendesign 150 Patienten kein Bevacizumab erhielten.

Wie Dr. Dirk Arnold von der Uni Halle auf einer von Sanofi-Aventis unterstützten Veranstaltung in Berlin berichtete, lag die mediane Überlebenszeit in der TREE-2-Studie bei 26 Monaten im Arm mit 5-FU als Infusion und bei 27 Monaten im Capecitabin-Arm (TREE 1-Studie ohne Antikörper 18 Monate).

Dies seien die längsten bisher bei dieser Indikation beschriebenen Überlebenszeiten. Sie seien Hinweis darauf, daß auch bei Therapieschemata mit Oxaliplatin durch zusätzliches Bevacizumab die Überlebenszeit verlängert werden könne. Das werde erreicht ohne zusätzliche Toxizitäten.

Endgültige Klarheit in dieser Frage erwarten sich die Onkologen von einer Phase-III-Studie, in der sowohl die Kombination aus Oxaliplatin, 5-FU-Infusionen und Folinsäure als auch die Kombination aus Oxaliplatin und Capecitabin mit und ohne zusätzlichem Bevacizumab geprüft werden.

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