Direkt zum Inhaltsbereich

Fünf-Jahres-Bilanz

Holetschek: 15 Prozent mehr Hebammen in Bayern seit 2018

Seit Einführung des sogenannten Hebammenbonus im Jahr 2018 hat sich die Versorgung Schwangerer durch Hebammen im Freistaat deutlich verbessert. Die Niederlassungsprämie soll bis 2026 verlängert werden.

Veröffentlicht:
Hebammenbonus, Niederlassungsprämie: Förderprogramme für Hebammen im Freistaat werden gut angenommen. (Symbolbild mit Fotomodellen)

Hebammenbonus, Niederlassungsprämie: Förderprogramme für Hebammen im Freistaat werden gut angenommen. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Kzenon / stock.adobe.com

München. Die Versorgung Schwangerer durch Hebammen in Bayern hat sich seit der Einführung des sogenannten Hebammenbonus spürbar verbessert. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek in einer Fünf-Jahres-Bilanz des Förderprogramms hingewiesen, wie das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege am Sonntag mitgeteilt hat.

„Seit 2018 hat die Zahl der Hebammen im Freistaat um rund 15 Prozent zugelegt. Inzwischen arbeiten in Bayern mehr als 3.500 Hebammen, 2018 waren es noch 3.047. Das ist auch ein klarer Erfolg unseres Hebammenbonus, den wir vor genau fünf Jahren eingeführt haben“, wird Holetschek zitiert.

Hebammenbonus wurde rund 5.500 Mal abgerufen

Seit dem Start der Förderung zum 1. September 2018 sei der Hebammenbonus rund 5.500 Mal abgerufen worden, so der Minister. Das entspreche einer Fördersumme von 5,5 Millionen Euro. Holetschek: „Der Bonus wird sehr gut angenommen und ist ein Leuchtturm-Projekt Bayerns, das bundesweit seinesgleichen sucht.“

Das Programm sieht vor, dass Hebammen, die freiberuflich in der Geburtshilfe arbeiten und mindestens vier Geburten pro Jahr betreuen, einen jährlichen Bonus in Höhe von 1.000 Euro beantragen können. Die Förderung kann jedes Jahr aufs Neue beantragt werden.

Föderprogramme werden fortgesetzt

Holetschek lobte auch die positiven Effekte eines weiteren Förderprogramms für Hebammen, der sogenannten Niederlassungsprämie. Hebammen, die eine freiberufliche Tätigkeit in Bayern aufnehmen, können seit dem 1. September 2019 eine einmalige Niederlassungsprämie in Höhe von 5.000 Euro beantragen. So soll freiberuflichen Hebammen der Einstieg oder Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert werden.

„Mittlerweile haben mehr als 600 Hebammen die Prämie in Anspruch genommen. Insgesamt haben wir dadurch mehr als drei Millionen Euro Starthilfe an Hebammen ausgezahlt. Auch das hat sicher einen guten Beitrag zur Verbesserung der Versorgung in Bayern geleistet“, so Holetschek in der Mitteilung des Ministeriums.

Holetschek kündigte an: „Mit beiden Programmen zusammen haben wir die Hebammen in Bayern seit 2018 mit mehr als acht Millionen Euro unterstützt. Unsere Förderprogramme für Hebammen kommen sehr gut an. Deswegen werden wir beide Angebote auch in Zukunft weiter fortsetzen. Die Niederlassungsprämie wollen wir zum Ende des Jahres um drei Jahre verlängern. Der Hebammenbonus läuft aktuell noch bis zum 31. Dezember 2024 und ist damit vorerst gesichert.“ (eb)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Woman with diabetes standing on top of the hill and looking at camera

© Getty Images

Impflücken bei Chronikern

Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Die vergessene Reiseimpfung

© Milo Zanecchia | Getty Images

Impfen in der Praxis

Die vergessene Reiseimpfung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

© FatCamera | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodellen)

Impfstatus Klinikpersonal

Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Podcast Dr. Nele Frerksen-Kirschner

© Porträt: Dr. Nele Freerksen-Kirschner, Universitätsklinik Aachen | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wechseljahresbeschwerden individuell behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gedeon Richter Pharma GmbH, Köln
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Auswahl an gesunden pflanzlichen Lebensmitteln: Superfoods, verschiedene Obstsorten und Beeren, Nüsse und Samen.

© alicja neumiler / stock.adobe.com

Gepoolte Studien-Analyse

Vegetarische Ernährung und Krebsrisiko: Nicht immer ist pflanzlich besser!