Baden-Württemberg

636 Millionen Euro Honorar via Selektivverträge

Die in Hausarzt- und Facharztverträgen der AOK ausgezahlte Honorarsumme ist im Vorjahr um 44 Millionen Euro gestiegen.

Von Florian StaeckFlorian Staeck Veröffentlicht:

Stuttgart. Die Honorare im Hausarzt- und in den Facharztverträgen der AOK Baden-Württemberg haben sich im Vorjahr auf 636 Millionen Euro addiert. Das gaben die Kasse, Landeshausärzteverband und MEDI Baden-Württemberg am Donnerstag bekannt. Das Honorarvolumen stieg dabei um 44 Millionen Euro oder sieben Prozent im Vergleich zu 2019.

Die 5150 teilnehmenden Haus- und Kinderärzte generierten in der HZV ein Honorarvolumen von 492 Millionen Euro, ein Plus von sechs Prozent. Bei den Facharztverträgen, die die AOK gemeinsam mit der Bosch BKK anbietet, belief sich das Honorarvolumen am Jahresende auf 144 Millionen Euro, 12,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

1,7 Millionen Versicherte nehmen an HZV teil

Auch die Zahl eingeschriebener Versicherter legte im vergangenen Jahr weiter zu. An der Hausarztzentrierten Versorgung nahmen zum Jahresende 1,7 Millionen Versicherte teil (plus vier Prozent), bei den Facharztverträgen fiel die Steigerung mit 9,6 Prozent noch stärker aus. Etwa 2800 Fachärzte und Psychotherapeuten haben im Vorjahr rund 718.000 Patienten versorgt.

Im Mai dieses Jahres sei im Facharztprogramm die Marke von 750.000 Versicherten erreicht worden, berichtet MEDI-Chef Dr. Werner Baumgärtner. Jährlich seien somit zuletzt rund 60.000 bis 70.000 Versicherte neu hinzugekommen. Für die HZV betonte Hausärzteverbands-Chef Dr. Berthold Dietsche, die Zahl der teilnehmenden Ärzte zeige sich trotz rückläufiger Hausarztzahlen „stabil auf hohem Niveau“.

„Corona-Rettungschirm“ für Selektivverträge

Die Corona-Pandemie wollen die Vertragspartner nach eigenen Angaben als Antrieb für die weitere Digitalisierung sehen. Dabei gehe es darum, so AOK-Vorstandschef Johannes Bauernfeind, die im Vorjahr gestartete elektronische Arztvernetzung weiter auszubauen.

Aktuell sind die Vertragspartner durch die Folgen der Pandemie herausgefordert – wie in der Regelversorgung ist auch in den Selektivverträgen die Zahl der versorgten Patienten seit April deutlich gesunken. Daher habe man sich auf Inhalte eines „Corona-Rettungsschirms“ vergleichbar zur Regelversorgung verständigt, heißt es.

Lesen sie auch
Mehr zum Thema

Bioinspirierte Technologien

Antibiotika-Spiegel über den Atem messbar

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Claudia Vollbracht, Humanbiologin und medizinische Wissenschaftlerin beim Unternehmen Pascoe

© [M] Privat; Levan / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie Vitamin-C-Infusionen bei COVID-19 helfen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Infusionen bei Long-COVID

Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt betont: Ärzte arbeiten nicht gern im ruinösen Wettbewerb.

© Wolfgang Kumm / dpa / picture alliance

Im Vorfeld des 125. Ärztetags

Bundesärztekammer stellt zwölf Forderungen an künftige Regierung

Noch ist er violett: Für die neue Formulierung von ComirnatyTextbaustein: war wird der Deckel eine andere Farbe haben.

© Sina Schuldt / dpa

Neue Formulierung

Comirnaty®-Handhabung wird für Praxen bald leichter