Nordrhein-Westfalen

Ausländische Ärzte zügig in die Kliniken

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Düsseldorf. Um während der Corona-Pandemie zusätzliche Ärztinnen und Ärzte für die Arbeit in Kliniken zu gewinnen, erleichtert die nordrhein-westfälische Landesregierung ausländischen Medizinern den Zugang zur Berufserlaubnis. Sie hofft, auf diesem Weg rund 400  Ärztinnen und Ärzte aktivieren zu können.

Wenn die Mediziner bereits im Inland leben und Vorerfahrungen in den Fachgebieten Anästhesie, HNO, Innere Medizin oder Allgemeinmedizin haben, können sie zügig eine Berufserlaubnis erhalten. Das gilt insbesondere dann, wenn sie bereits Kontakte zu Kliniken haben. Voraussetzung ist, dass sie in einer erleichterten Fachsprachprüfung ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen. Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums bieten die beiden Ärztekammern diese Prüfungen zeitnah an.

Berufserlaubnis auch für Deutsche, die in Polen Medizin studiert haben

Eine weitere Maßnahme: Ausländische Ärzte, die auf die Anerkennung ihres Abschlusses warten und bereits eine befristete Berufserlaubnis haben, können diese um sechs Monate verlängern. Außerdem bietet das Land auch Deutschen, die in Polen Medizin studieren, eine Berufserlaubnis an. Sie können das Praktische Jahr an einer Klinik in Nordrhein-Westfalen absolvieren und sich das Praktikum dann von den polnischen Behörden anerkennen lassen.

Die nach wie vor steigenden Infektionszahlen erforderten entschlossenes Handeln – „unbürokratisch, pragmatisch und schnell“ – um den außergewöhnlichen Belastungen der Krankenhäuser entgegenzuwirken, sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

„Durch den erleichterten Zugang zur Berufserlaubnis für ausländische Mediziner verbessern wird die Personalsituation in den Kliniken unseres Landes und stellen den geregelten Betrieb der Häuser sicher.“ (iss)

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