Inflation und Energiekosten

Berliner Kliniken und Praxen fordern Hilfe vom Bund

Alarmstufe Rot rufen die Berliner Krankenhäuser und die Kassenärztliche Vereinigung aus. Grund sind vor allem die gestiegenen Energiekosten.

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Wie viel Heizen ist noch finanzierbar? Die Frage stellen sich Praxen und Kliniken gleichermaßen.

Wie viel Heizen ist noch finanzierbar? Die Frage stellen sich Praxen und Kliniken gleichermaßen.

© Hauke-Christian Dittrich / dpa

Berlin. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin wiederholte am Donnerstag ihre Forderung nach einem Energie-Rettungsschirm für die mehr als 6500 Praxen in der Hauptstadt. Die massiven Steigerungen bei den Energiekosten, aber auch der Kostenanstieg durch die hohe Inflationsrate machten auch vor den Praxen nicht Halt. Die KV appellierte deshalb erneut an die Politik, Praxen und Krankenhäuser gleich zu behandeln und beide Versorgungsbereiche finanziell zu unterstützen.

Anlass für die Forderung der KV war eine Pressekonferenz der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG), in der diese am Donnerstag vor den existenzgefährdenden Defiziten warnte, die sich in den Kliniken aufgrund des momentanen wirtschaftlichen Drucks aufbauten. Der Pandemieverlauf dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten Krankenhäuser nach zweieinhalb Jahren Corona-Ausnahmezustand sowohl wirtschaftlich als auch personell schwer angeschlagen seien.

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Ohne eine finanzielle Unterstützung durch den Bund, die nicht nur einmalig sein dürfe, seien Krankenhäuser gezwungen, ihr Angebot einzuschränken, Betten zu sperren und Stationen zu schließen, sagte BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner. Für eine finanzielle Sicherheit brauche es vor allem eine Basiskorrektur des Landesbasisfallwerts um die Inflationskosten 2022, die volle Berücksichtigung der Preissteigerungen für das Jahr 2023 und einen Preisaufschlag als Inflationsausgleich für die bisherigen Behandlungen. „Dass dies nicht selbstverständlich für die Gesellschaft stabilisierende Gesundheitsversorgung in den Krankenhäusern passiert ist, ist enttäuschend, auch nach dem, was Klinikbeschäftigte in den Pandemiejahren geleistet haben“, so Schreiner. (eb)

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