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Baden-Württemberg

Es fehlt an Kliniken für generalistische Pflegeausbildung im Südwesten

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Stuttgart. Es hakt bei der Umsetzung der Pflegeberufereform in Baden-Württemberg. Die Zahl der Pflegeschüler, die 2020/2021 eine Ausbildung begonnen haben, ist nach Angaben der Landesregierung um rund elf Prozent auf 6347 gesunken. Ein Flaschenhals sind fehlende Kooperationspartner der Ausbildungseinrichtungen. Folge ist, dass den Azubis Nachweise von Pflichteinsatzstunden fehlen, sodass sie nicht zum Examen zugelassen werden können.

Das geht aus der Antwort des Sozialministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Landtag hervor. Der Start der generalistischen Pflegeausbildung Anfang 2020 werde von allen Beteiligten als „überwiegend gut angelaufen“ bewertet. Probleme gebe es bei den Praxiseinsätzen. „Hier bedarf es noch einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sektoren im Pflege- und Gesundheitswesen“, so das Ministerium. Es gebe Rückmeldungen, dass es nicht in ausreichender Zahl gelinge, Kliniken als Kooperationspartner zu gewinnen, damit die Azubis dort in der stationären Akutpflege eingesetzt werden.

Was das Problem verschärft: Die geringere Zahl an Pflegeschülern wird durch die Ausbildungsabbrecher nochmals vermindert – 17,3 Prozent waren es von denen, die 2020 ihre Ausbildung begonnen haben.

Nur in einzelnen Bundesländern sind die Ausbildungszahlen bei Pflegeschülern im Schuljahr 2020/2021 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, so etwa in Berlin, Niedersachsen oder Sachsen. Die meisten Länder verzeichnen dagegen einen Zuwachs, so beispielsweise Bayern (von 7092 auf 7137), Thüringen (von 1392 auf 1599) oder Nordrhein-Westfalen (von 14 .424 auf 15 .837). (fst)

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