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Sorge wegen steigender Kosten

KV Rheinland-Pfalz erneuert Forderung nach Inflationsausgleich

An den kommunalen Kliniken wird für eine kräftige Lohnerhöhung gestreikt. Niedergelassene Ärzte dürfen nicht streiken, aber gegenüber den Kliniken auch nicht benachteiligt werden, betont die KV Rheinland-Pfalz.

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Praxen benötigen dringend einen Inflationsausgleich: Dr. Andreas Bartels, KV-Vize in Rheinland-Pfalz.

Praxen benötigen dringend einen Inflationsausgleich: Dr. Andreas Bartels, KV-Vize in Rheinland-Pfalz.

© [M] KV RLP

Mainz. Die Streiks in den kommunalen Kliniken sind für die KV Rheinland-Pfalz Anlass, ihre Forderung nach einem Inflationsausgleich für die Praxen zu erneuern.

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte seien besonders stark von hoher Inflation und gestiegenen Energiekosten betroffen. Die für 2023 festgelegte Steigerung der Honorare um lediglich zwei Prozent führe bei derzeit etwa neun Prozent Inflation zu einer teils existenzbedrohenden Situation in vielen Praxen, heißt es in einer Mitteilung von Dienstag. Ohne Ausgleich drohten dauerhafte Praxisschließungen, lange Wartezeiten und zunehmende Versorgungslücken.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen haben nicht die Möglichkeit, für ihre berechtigten Sorgen und Anliegen auf die Straße zu gehen. Das Streikverbot für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte darf aber in keinem Fall dazu führen, dass die angespannte und in Teilen existenzbedrohende Situation in der ambulanten Versorgung von der Politik übersehen wird“, warnt KV-Vize Dr. Andreas Bartels.

Personal könnte abwandern

Als es zwischen den Jahren verstärkt durch die Infektionswelle zu Warteschlangen vor einigen Praxen kam, sei der Aufschrei groß gewesen, so Bartels. Wenn das in Zukunft kein alltägliches Bild werden solle, müsse die Politik handeln, fordert er.

Das Thema müsse ganzheitlich betrachtet und Kliniken und Praxen dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Damit ein nachvollziehbarer Inflationsausgleich in kommunalen Kliniken nicht zu einer weiteren Abwanderung von Personal aus den Praxen führe, brauche es Anpassungen, sagt Bartels.

„Eine Stärkung der ambulanten Strukturen ist genauso unverzichtbar für die Versorgungssicherheit der Menschen wie die angemessene Ausstattung der Krankenhäuser. Wir wünschen uns, dass diese Erkenntnis auch ohne Streiks in der Politik ankommt“, sagt der KV-Vize. (chb)

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