Direkt zum Inhaltsbereich

Brandenburg

Landtag kritisiert Krankenhausfinanzierung des Bundes

Parlamentarier sehen vor allem Kliniken gefährdet, die nicht vom Rettungsschirm des Bundes profitieren.

Veröffentlicht:

Potsdam. Mit scharfer Kritik hat der Brandenburger Landtag auf die Entscheidung des Bundes reagiert, Krankenhäuser vor allem in ländlichen Raum nicht in den neuen Rettungsschirm der Bundesregierung aufzunehmen. Einen Antrag der Linken, die fehlende Finanzierung aus Landesmitteln auszugleichen, lehnte das Landesparlament hingegen ab.

„Die Lage in den Brandenburger Kliniken ist dramatisch“, sagte der Linken-Abgeordnete Ronny Kretschmer. „Die ersten Kliniken sind an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen, die Mitarbeiter gehen über ihre Grenzen hinaus.“ Doch nur 26 Brandenburger Kliniken würden derzeit die Voraussetzungen für den Schutzschirm des Bundes erfüllen. Kliniken in der Fläche des Landes profitierten davon nicht. Auch die Abgeordnete der Freien Wähler, Ilona Nicklisch, nannte es „nicht nachvollziehbar“, dass die Krankenhäuser der Basisfinanzierungsstufe nicht von den Bundesmitteln profitierten. In Brandenburg müssten alle Krankenhäuser zu 100 Prozent erhalten bleiben. Die Finanzierung der Krankenhäuser müsse so geschehen, dass sich die Behandlungen am Krankheitsbild und nicht an der Gewinnmarge bestimmter Behandlungen orientierten.

Unterstützung für die Ministerin

Die Vertreter der Koalition betonten dagegen, dass Brandenburg bereits mit einer Protokollnotiz im Bundesrat auf die Probleme der Krankenhäuser hingewiesen habe. „Frau Nonnemacher geht da den richtigen Weg mit uns an ihrer Seite“, sagte der Abgeordnete der SPD, Daniel Keller. Auch der CDU-Gesundheitspolitiker Professor Michael Schierack erklärte, die Krankenhäuser im Land kämen an ihre Kapazitätsgrenze. Planbare Behandlungen würden aufgeschoben, es gebe mehr Hygienemaßnahmen. All das sorge für weniger Einnahmen und mehr Kosten. „Das Ministerium tut aber schon alles, um die Krankenhäuser zu schützen.“ (lass)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ascariasis

Wurm in der Hose: Was tun bei hartnäckigem Spulwurmbefall?

Fehlende Folgediagnosen verfälschen das Bild

Zi: Endometriose wird in Abrechnungsdaten häufig unterschätzt

Lesetipps
Karzinom in der Bauchspeicheldrüse in schematischer Darstellung

© Crystal light / stock.adobe.com

Chance auf frühe Diagnose?

Pankreaskrebs: Welche Verschreibungen Verdacht wecken sollten

Eine Agarplatte mit angewachsenen Pilzkolonien.

© Saiful52 / stock.adobe.com

Prophylaxe, Diagnostik und Therapie

Pilzinfektionen in der Hämatologie/Onkologie: So gehen Sie vor

Körpersprache ist stärker als das gesprochene Wort. Man kann aufgebrachten Patienten daher durchaus auch die Handfläche zeigen, also leicht ausgestreckter Arm, man zeigt die Handfläche und signalisiert dem Patienten „Stopp“, so Praxisberaterin Christiane Fleißner-Mielke.

© Doodeez / Stock.adobe.com

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren