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Abwasserbelastung

Lausitzer Forscher wollen Arzneimittel aus Abwasser entfernen

Wissenschaftler der BTU Cottbus-Senftenberg und der TU Dresden erforschen in einem neuen Projekt, wie es gelingt, mit neuartigen Enzymen Mikroschadstoffe in kommunalen Abwässern zu beseitigen.

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Potsdam. Wissenschaftler der BTU Cottbus-Senftenberg und der TU Dresden erforschen in einem neuen interdisziplinären Projekt, wie es gelingt, mit neuartigen Enzymen Mikroschadstoffe in kommunalen Abwässern zu beseitigen.

Hintergrund ist, dass bis zu 90 Prozent der in Arzneimitteln enthaltenen Wirkstoffe vom menschlichen Körper unverändert ausgeschieden werden. Zudem werden Arzneimittelreste oft unsachgemäß in Toiletten und Waschbecken entsorgt.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund einer Million Euro aus dem Strukturstärkungsgesetz für die Braunkohleregionen geförderte Projekt arbeitet an einener neuen Filtertechnologie auf der Basis Enzym-funktionalisierter Biopolymermodule. Eingesetzt in einer angepassten Filterkartusche im Klärwerk könnten diese Enzyme Arzneimittelrückstände dauerhaft beseitigen. Ein erster Prototyp soll voraussichtlich im Jahr 2026 entstehen.

Sauberes Wasser essenziell für die Gesundheit

„In der Lausitz wird wieder einmal an der Zukunft geforscht“, sagte Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) am Freitag. Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Judith Pirscher, erklärte, sauberes Wasser sei essenziell für die Gesundheit.

„Man vergisst leicht, dass sauberes Wasser keine Selbstverständlichkeit ist“, so Pirscher. „Gerade in ehemaligen Kohleregionen wie der Lausitz ist deshalb der Schutz unserer Wasserressourcen vor Verunreinigungen eine zentrale Aufgabe nachhaltiger Wirtschaft und Entwicklung.“ (lass)

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