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Zentrale Lösung

Messehallen werden zum Hamburger Impfzentrum

Hamburg erhofft sich von einem zentralen Corona-Impfzentrum logistische Vorteile. Wenn alles gut läuft, könne später über weitere Standorte nachgedacht werden.

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Eingang zu den Hamburger Messehallen. Hier soll, wenn alles gut läuft, ab Mitte Dezember gegen SARS-CoV-2 geimpft werden.

Eingang zu den Hamburger Messehallen. Hier soll, wenn alles gut läuft, ab Mitte Dezember gegen SARS-CoV-2 geimpft werden.

© Jonas Walzberg/dpa

Hamburg. Hamburg errichtet ein zentrales Impfzentrum in den Messehallen, in dem in der Spitze bis zu 7000 Impfungen täglich stattfinden sollen. Von der Zentrallösung erhofft sich die Sozialbehörde logistische Vorteile gegenüber der Errichtung mehrerer Standorte in der Stadt.

Die Sozialbehörde arbeitet bei der Errichtung des Impfzentrums mit der KV Hamburg zusammen. Das Impfen in den Praxen ist derzeit unter anderem wegen der einzuhaltenden Kühlkette mit extrem niedrigen Temperaturen nicht möglich. Die Sozialbehörde kann sich dies in einer „zweiten Phase“ aber durchaus vorstellen.

„Erst wenn ein Impfstoff breit verfügbar und gut ausliefer- und lagerfähig ist, kann eine großflächige Impfung in medizinischen Einrichtungen und bei niedergelassenen Ärzten geplant werden“, heißt es in einer Mitteilung. Wann dieses Szenario eintreten könnte, ist derzeit aber offen.

Hoffnung auf Start Mitte Dezember

Zunächst ist geplant, ab Mitte Dezember in den Messehallen für Beschäftigte aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich einsatzfähig zu sein. Auch Personal, das in kritischer Infrastruktur arbeitet, sowie Menschen, die einer Risikogruppe angehören, sollen sich zunächst impfen lassen dürfen.

Die Entscheidung, wer sich vorrangig impfen lassen darf, wird bundeseinheitlich gesetzlich geregelt. Eine Konkretisierung der bislang bestehenden Empfehlungen der unabhängigen Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut wird für Anfang Dezember erwartet.

Online-Tool und Callcenter für Terminvergabe

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) stellte für impfberechtigte Personen ein Online-Tool und ein eigens dafür aufgebautes Callcenter in Aussicht, das die Terminvereinbarungen abwickelt und die Impfberechtigung prüft. Ohne eine solche Vereinbarung wird eine Impfung in den Messehallen nicht vorgenommen.

Klar ist laut Leonhard auch, dass es keine mobilen Impfungen in Haushalten geben kann. Zur weiteren Perspektive sagte die Senatorin: „Über das kommende Jahr hinweg wird immer mehr Impfstoff zur Verfügung stehen. Mit dieser Perspektive kommen wir gemeinsam etwas schwungvoller durch die verbleibenden Winterwochen.“ (di)

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