Trotz steigender Infektionszahlen

NRW entschärft seine Corona-Regeln

Die Landesregierung in NRW setzt vorläufig die Inzidenzstufe 3 ihrer Coronaschutzverordnung aus. Damit bleiben etwa private Veranstaltungen auch über einer Inzidenz von 50 möglich.

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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) kommentierte die Entschärfung der Corona-Regeln im Land. (Archivbild)

Im Falle dynamischer Ausbruchsgeschehen habe man auch weiter jederzeit die Möglichkeit, auf lokaler Ebene strengere Coronaschutzmaßnahmen durchzusetzen, kommentierte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die Entschärfung der Corona-Regeln im Land. (Archivbild)

© Marcel Kusch / dpa-Pool / dpa

Düsseldorf. Trotz steigender Infektionszahlen hat sich das Land Nordrhein-Westfalen für eine Entschärfung der Corona-Regeln entschieden. Die Landesregierung hat die Coronaschutzverordnung vorzeitig verlängert und dabei die Inzidenzstufe 3 zunächst bis zum 19. August 2021 ausgesetzt. Sie sollte eigentlich in Kommunen greifen, die dauerhaft den Inzidenzwert von 50 überschreiten.

Der Schritt führt unter anderem dazu, dass in den betroffenen Regionen Innenräume von Restaurants geöffnet bleiben, private Veranstaltungen weiter möglich sind und es keine Kontaktbeschränkungen für Menschen gibt, die weder geimpft noch genesen sind.

Die schwarz-gelbe Regierung unter dem im Wahlkampf stehenden Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) begründet die Entscheidung mit der niedrigen Zahl an Corona-bedingten schweren Krankheitsverläufen, Krankenhauseinweisungen und Intensivbehandlungen.

Laumann: Mit Blick auf Krankenhäuser verantwortbar

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verweist auf die laufenden Beratungen von Bund und Ländern über eine mögliche Neubewertung der Inzidenzwerte und ein neues Indikatoren-Set zur Steuerung der Corona-Schutzmaßnahmen. Das Aussetzen der Inzidenzstufe 3 sei angesichts der Situation in den Krankenhäusern gut verantwortbar und geboten, sagte er. „Im Falle dynamischer Ausbruchsgeschehen haben wir zudem jederzeit die Möglichkeit, auf lokaler Ebene strengere Corona-Schutzmaßnahmen durchzusetzen.“

Laumann betonte, dass regelmäßige Testungen noch nicht vollständig geimpfter Personen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Er erneuerte den Appell, sich impfen zu lassen. (iss)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Thomas van den Hooven

Also ich habe sehr gelacht! Entstehung - wahrscheinlich Lauterbach im Kopf und Laumann in der Feder - Vermeidung: Geht nicht - ist auch mal menschlich. Selbst Westfalen machen Fehler - vielleicht können Sie dann zum Teil nicht drüber lachen :)

Jürgen Zante

Moin, wieso heißt der Minister jetzt Laubach, noch geht nicht alles den Bach runter! Also weiterhin gut alt-westfälisch: Laumann! Und eine Frage: wie entstehen und wie vermeidet man solche blöden Fehler?


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