Corona-Studien-Splitter

COVID-Impfstoff: Moderna schützt wohl ein bisschen besser als BioNTech

Blick auf neue Corona-Studien: Der Impfstoff von Moderna ist keineswegs nur zweite Wahl – er hat im Vergleich mit der BioNTech-Vakzine eine etwas bessere Schutzwirkung. Außerdem offenbart eine Studie, wie effektiv die Boosterimpfung das Immunsystem ankurbelt.

Von Anne BäurleAnne Bäurle und Wolfgang GeisselWolfgang Geissel und Marco MrusekMarco Mrusek Veröffentlicht:
An welchen Markern im Blut lassen sich Patienten mit hohem Risiko für schwere COVID erkennen und rechtzeitig behandeln?

Moderna oder BioNTech? Beide mRNA-Vakzinen haben eine hohe Schutzwirkung – im Vergleich hat der Impfstoff von Moderna aber wohl eine etwas bessere.

© Stefan Puchner / dpa / picture alliance

Update vom 2. Dezember

Die mRNA-Vakzine von Moderna hat offenbar eine bessere Effektivität als die von BioNTech/Pfizer, wenn auch beide mRNA-Impfstoffe natürlich eine sehr gute Schutzwirkung vor COVID von über 90 Prozent erreichen. Das geht aus einer Studie mit US-Veteranen hervor, die entweder mit Comirnaty® oder Spikevax® mindestens einmal (und zu über 90 Prozent zweimal) geimpft worden waren. Beide Gruppen wurden über 24 Wochen nach Impfung nachbeobachtet, und zwar in einer Pandemiephase, in der Alpha vorherrschend war. Im Vergleich der beiden mRNA-Vakzinen war das Infektionsrisiko nach Moderna-Impfung geringer als nach Impfung mit der BioNTech/Pfizer-Vakzine (4,52 Fälle pro 1000 Personen vs 5,75 Fälle pro 1000 Personen). Auch das Risiko für symptomatische COVID, Hospitalisierung, intensivmedizinische Versorgung und Tod war nach Moderna-Impfung geringer als das nach BioNTech-Pfizer-Impfung. Das Team untersuchte die Schutzwirkung der beiden mRNA-Vakzinen zudem in einem Zeitraum mit hoher Zirkulation der Delta-Variante. Auch hier zeigte sich mit der Moderna-Vakzine eine etwas bessere Schutzwirkung vor Infektion, berichtet das Team (NEJM 2021; online 1. Dezember).

Eine Boosterimpfung wirkt der schwindenden Immunität nach Grundimmunisierung effektiv entgegen. Ein Forschungsteam aus Israel hat untersucht, wie sich eine Boosterimpfung mit Comirnaty® auf das Infektionsrisiko auswirkt. Im Untersuchungszeitraum August bis Oktober 2021 wurden bei rund 300.000 Mitarbeitern des Gesundheitssystems (Alter über 40 Jahre) insgesamt 500.232 PCR-Tests durchgeführt, 227.380 bei zweifach Geimpften, 272.852 bei dreifach Geimpften. 6,6 Prozent der zweifach Geimpften und 1,4 Prozent der dreifach Geimpften wurden positiv getestet, also deutlich seltener. Um die Schutzwirkung der dritten Dosis noch genauer aufzuschlüsseln, analysierte das Team zudem die per PCR nachgewiesenen Infektionen in den Zeiträumen 0-6 Tage, 7-13 Tage, 14-20 Tage, 21-27 Tage und 28-65 Tage nach Boosterimpfung. Während der zusätzliche Schutz vor Infektion kurz nach Boosterimpfung noch schwach war (Odds Ratio 0,88, das Risiko war bei dreifach Geimpften also im Vergleich mit zweifach Geimpften um 12 Prozent reduziert), war die Schutzwirkung vor Infektion im Zeitraum 28-65 Tage nach Boosterimpfung deutlich ausgeprägt (Odds Ratio 0,14, also eine Risikoreduktion von 86 Prozent). Zudem mussten von den dreifach Geimpften weniger Personen hospitalisiert werden als bei den zweifach Geimpften (JAMA Intern Med 2021; online 30. November).

Update vom 1. Dezember

Warum müssen schwer an COVID-Erkrankte häufig sehr lange beatmet werden? Ein deutsches Forschungsteam hat herausgefunden, dass das Lungengewebe bei Schwerkranken durch ein fehlgeleitetes Immunsystem häufig außergewöhnlich stark fibrosiert ist. Einige Prozesse des COVID-Lungenversagens ähneln dabei denen der idiopathischen Lungenfibrose, die unter allen Formen der Lungenfibrose die schlechteste Prognose hat, berichten Daniel Wendisch von der Charité Berlin und seine Kolleginnen und Kollegen. Das könnte der Grund dafür sein, warum die Lunge lange funktionsunfähig bleibt und eine langwierige invasive Beatmung oder ECMO-Therapie erforderlich ist. Für die Studie untersuchte das Team die Lungen von an COVID gestorbenen Personen anhand verschiedener mikroskopischer Aufnahmen. Die Lungenbläschen waren bei fast allen weitgehend zerstört, die Wände deutlich verdickt. Außerdem stellte das Team ausgeprägte Ablagerungen von Kollagen fest – alles charakteristische Hinweise auf eine schwere Fibrose. „Diese Beobachtungen weisen darauf hin, dass wir es beim COVID-Lungenversagen mit einem fibroproliferativen ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrome) zu tun haben, einer besonders schweren Form des Lungenversagens“, wird Studienautor Professor Peter Boor in einer Mitteilung der Charité zitiert. Bei COVID entwickelt sich ein Lungenversagen typischerweise erst in der zweiten oder dritten Woche nach Symptombeginn, wenn die Viruslast eigentlich schon wieder sinkt. „Das weist darauf hin, dass nicht die Virusvermehrung zum Versagen der Lunge führt, sondern nachgeschaltete Reaktionen, etwa des Immunsystems, eine Rolle spielen“, fügt Letztautor Professor Leif Erik Sander hinzu (Cell 2021; online 23. November).

Update vom 30. November

Die Menge an viraler RNA im Blut eines Patienten gibt Auskunft über das Mortalitätsrisiko bei einer COVID-Erkrankung. Das berichtet ein Team der Universität Montréal. Um Marker für die Schwere eines COVID-Verlaufs innerhalb von 60 Tagen nach Symptombeginn zu finden, haben die Forscherinnen und Forscher Blutproben von 279 SARS-CoV-2-Infizierten untersucht. Sie nahmen dabei unter anderem inflammatorische Marker, Antikörpertiter und die Menge der im Blut zirkulierenden viralen RNA unter die Lupe. Letztere erwies sich als bester Indikator dafür, welche Patientinnen und Patienten ein hohes Risiko haben, an COVID zu sterben und deshalb möglichst früh behandelt werden sollten (Sci Adv 2021; online 26. November).

Real-World-Daten bestätigen die hohe Wirksamkeit der Moderna-Vakzine. Forscherinnen und Forscher haben Daten von mehr als 350.000 Versicherten von Kaiser Permanente Southern California in den USA ausgewertet. Diese waren zwischen Dezember 2020 und März 2021 mit der Vakzine Spikevax® vollständig geimpft worden. In den fünf Monaten nach Grundimmunisierung traten bei den Geimpften 289 Infektionsfälle auf, in der Kontrollgruppe mit rund 350.000 Ungeimpften waren es 1144 Fälle. Die Schutzwirkung vor einer Infektion lag damit über einen Zeitraum von fünf Monaten nach Grundimmunisierung bei 87 Prozent. In der Gruppe der Geimpften mussten 13 Infizierte hospitalisiert werden, eine Person starb. Bei den Ungeimpften mussten 182 in eine Klinik eingeliefert werden, 25 Infizierte starben. Die Schutzwirkung der Impfung vor Hospitalisierung lag damit bei 96 Prozent, die vor COVID-bedingten Tod sogar bei 98 Prozent (Lancet Regional Health 2021; online 25. November).

Update vom 29. November

Warum hat der mRNA-basierte Impfstoffkandidat von CureVac im Vergleich zum mRNA-Impfstoff Comirnaty® nicht die gleiche Schutzwirkung? Um diese Frage zu klären, hat ein Team des Paul-Ehrlich-Instituts die gebildeten Antikörper verglichen, und zwar nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion sowie nach Impfung mit Comirnaty® und nach Impfung mit CVnCoV von CureVac (der Impfstoffkandidat wurde wegen zu geringer Wirksamkeit aus dem Zulassungsprozess zurückgezogen). Antikörperspiegel, Neutralisierungskapazität und Bindungsfähigkeit der Antikörper unterschieden sich dabei erheblich zwischen Personen nach Impfung mit Comirnaty® und nach Genesung auf der einen Seite sowie nach Impfung mit CVnCoV auf der anderen Seite. So wurden beispielsweise nach Impfung mit Comirnaty® sowie bei Genesenen im Vergleich zu mit CVnCoV geimpften Personen ein höherer Titer an Spike-Rezeptorbindungsdomäne (RBD)-spezifischen Antikörpern und neutralisierenden Antikörpern detektiert. Ein Grund könnte sein, dass in der CureVac-Vakzine weniger mRNA enthalten ist (in den Studien zu CVnCoV wurden Dosen von 2, 4, 6, 8 oder 12 μg verimpft, Comirnaty® enthält 30 μg mRNA). Ein weiterer möglicher Grund: Während die mRNA in Comirnaty® durch Methylierungen modifiziert ist, ist die mRNA von CVnCoV nicht modifiziert. CureVac arbeitet mittlerweile mit GSK an einem Impfstoffkandidaten der zweiten Generation („CV2CoV“), der modifizierte mRNA enthält. Erste Studien haben positive Daten geliefert (Allergy 2021; online 25. November).

Liebe Leserinnen und Leser, wir fassen die Corona-Studienlage wöchentlich zusammen. Eine Übersicht mit allen bereits veröffentlichten COVID-19-Splittern der vergangenen Wochen und Monate finden Sie hier:

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

Kommentar zu:
"Die My-Variante von SARS-CoV-2 ist besonders resistent gegen Antikörper von Impflingen und Rekonvaleszenten"

In einem "Letter to the Editor" schreiben Keiya Uriu und Izumi Kimura, University of Tokyo et al. for the Genotype to Phenotype Japan (G2P-Japan) Consortium am 03.11.2021 unter DOI: 10.1056/NEJMc2114706
mit dem Titel "Neutralization of the SARS-CoV-2 Mu Variant by Convalescent and Vaccine Serum":

"Virus neutralization assays, performed with the use of serum samples obtained from 13 persons who had recovered from Covid-19 who were infected early in the pandemic (April through September 2020), showed that the mu variant was 10.6 times as resistant to neutralization as the B.1 lineage virus (parental virus), which bears the D614G mutation. Assays performed with serum samples obtained from 14 persons who had received the BNT162b2 vaccine showed that the mu variant was 9.1 as resistant as the parental virus. Although the beta variant (a variant of concern) was thought to be the most resistant variant to date the mu variant was 2.0 as resistant to neutralization by convalescent serum and 1.5 times as resistant to neutralization by vaccine serum as the beta variant. Thus, the mu variant shows a pronounced resistance to antibodies elicited by natural SARS-CoV-2 infection and by the BNT162b2 mRNA vaccine. Because breakthrough infections are a major threat of newly emerging SARS-CoV-2 variants we suggest that further characterization and monitoring of this variant of interest is warranted.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Dr. Thomas Georg Schätzler

Zu "Antidepressivum verringert offenbar bei frühzeitigem Einsatz das Progressionsrisiko von COVID-19":

Meines Erachtens gehört die LANCET-Publikation "FLUVOXAMIN UND COVID-19 - STUDIE GIBT ANLASS ZUR HOFFNUNG" mit dem Titel "Effect of early treatment with fluvoxamine on risk of emergency care and hospitalisation among patients with COVID-19: the TOGETHER randomised, platform clinical trial" von Gilmar Reis et al. vom 27.10.2021

DOI:https://doi.org/10.1016/S2214-109X(21)00448-4

eindeutig in die Kategorie zum Thema:

HERR DOKTOR, MACHEN SIE DOCH BITTE NOCHMAL EIN EKG - DAS LETZTE HAT MIR SOOOO GUT GEHOLFEN!

Oder ist TOGETHER eine Reminiszenz an die Beatles mit ihrem Song:

I Am the Walrus Lyrics: I am he as you are he as you are me and we are all together / See how they run like pigs from a gun, see how they fly / I'm crying ...?

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Dr. Thomas Georg Schätzler

Zum Thema: "Eine Grundimmunisierung mit Comirnaty® schützt mindestens über sechs Monate hocheffektiv vor Hospitalisierung aufgrund jeglicher SARS-CoV-2-Variante" mein Kommentar.

"Effectiveness of mRNA BNT162b2 COVID-19 vaccine up to 6 months in a large integrated health system in the USA: a retrospective cohort study" von Sara Y Tartof et al. vom 04.10.2021 DOI:
https://doi.org/10.1016/S0140-6736(21)02183-8
Ist ohne jede Vergleichsgruppe als retrospektive Kohortenstudie wissenschaftlich völlig wertlos.

Es ist banal und zugleich naiver Empirismus: Eine Effektivität kann man nur messen, wenn man Vergleichsgrößen hat.

Von daher sind die "interpretation" auch gar keine "conclusion" sondern nur möglichst fantasievoll-blumig formulierte Interpretationen eines frei gewählten Themas - aber nein, von wegen frei gewählt: Die Publikation wurde vollständig von der Impfstofffirma Pfizer gesponsert.

"Interpretation
Our results provide support for high effectiveness of BNT162b2 against hospital admissions up until around 6 months after being fully vaccinated, even in the face of widespread dissemination of the delta variant. Reduction in vaccine effectiveness against SARS-CoV-2 infections over time is probably primarily due to waning immunity with time rather than the delta variant escaping vaccine protection.

Funding
Pfizer."

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Dr. Thomas Georg Schätzler

Zu "Positive Phase-III-Ergebnise für REGN-COV2 [Casivirimab/Imdevimab]":

Laut dpa und der WHO seien die hohen Kosten und die knappe Produktion problematisch. Deshalb werde mit Roche über niedrigere Preise, eine mögliche Schenkung und eine faire Verteilung in aller Welt verhandelt. Die WHO setze sich dafür ein, dass auch anderen Herstellern die Produktion ermöglicht wird, damit billigere Varianten der Mittel auf den Markt kommen.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtete, Regeneron habe bereits in mindestens elf ärmeren Ländern Patentanträge gestellt. Sie forderte das Unternehmen auf, auf die Durchsetzung von Patenten in ärmeren Ländern zu verzichten. „Es ist einfach nicht fair, dass Menschen, die in ärmeren Ländern leben, keinen Zugang zu diesen COVID-19-Medikamenten, die das Todesrisiko senken, haben, nur weil Pharmafirmen das Monopol haben und hohe Renditen wollen“, sagte Dr. Elin Hoffmann Dahl von Ärzte ohne Grenzen.

Zudem habe Regeneron für die Entwicklung öffentliche Gelder erhalten. Nach Informationen der Organisation wird das Medikament etwa in Deutschland für 2000 Dollar (1700 Euro) und in Indien für 820 Dollar angeboten. 

Das ist mal wieder eine WHO Empfehlung, als teures Exklusiv-Modell für die meisten unserer PatientInnen unerreichbar und unerschwinglich. Der Ex-US-Präsident Donald Trump hatte es anlässlich seiner damaligen Sars-CoV-2-Infektion und akuten COVID-19-Erkrankung vorab erhalten.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Dr. Thomas Georg Schätzler

Zum Update vom 27.09.2021: "In Schulen ohne Maskenpflicht für Kinder und Lehrpersonal ist das Risiko für einen Corona-Ausbruch 3,7-mal höher als in Schulen, in denen eine Maskenpflicht gilt" [USA].
Die Publikation Early Release / Vol. 70 September 24, 2021 - Morbidity and Mortality Weekly Report - U.S. Department of Health and Human Services - Centers for Disease Control and Prevention
"Association Between K–12 School Mask Policies and School-Associated - COVID-19 Outbreaks - Maricopa and Pima Counties, Arizona, July-August 2021"
von Megan Jehn et al. ist nichts anderes als die logische Fortsetzung der frühen, wegweisenden, experimentellen Forschungen von Hiroshi Ueki et al. bereits aus Anfang 2020:
"Effectiveness of Face Masks in Preventing Airborne Transmission of SARS-CoV-2"

https://msphere.asm.org/content/msph/5/5/e00637-20.full.pdf

Kawaoka Yoshihiro und Ueki Hiroshi vom Institut für Medizinische Wissenschaft der Universität Tokio untersuchten, wie gut welche Art von Masken schützen. Zwei Puppen mit den Gesichtern zueinander oder zu Vergleichszwecken gegeneinander wurden aufgestellt. Eine sendet das tatsächliche Sars-CoV-2 Virus aus, die andere atmet es ein: Eine Person und eine einfache Stoffmaske reduzierte das Ansteckungsrisiko bis zu 17 Prozent, die chirurgische Maske bis zu 47 Prozent. Tragen Beide eine Stoffmaske, führte das zu einer Reduktion um 70 Prozent. Enge medizinische N95-Masken reduzierten um 79 Prozent die Viruslast.

Interessanterweise wurde genau diese entscheidende Publikation in vielen rein deskriptiven oder sekundäranalytischen, infektionsepidemiologisch minderwertigen Masken-Veröffentlichungen nicht mal in den Literaturhinweisen erwähnt.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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