DGP-Kongress

Pneumologen erwarten niedrige vierte COVID-Welle

Von Dr. Thomas MeißnerDr. Thomas Meißner Veröffentlicht:
Ein Auf und Ab bei der Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen. Zumindest schwere COVID-19-Verläufe seien dank der Möglichkeit, gegen COVID zu impfen, seltener zu erwarten, prognostizieren Pneumologen.

Ein Auf und Ab bei der Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen. Zumindest schwere COVID-19-Verläufe seien dank der Möglichkeit, gegen COVID zu impfen, seltener zu erwarten, prognostizieren Pneumologen.

© inamar / stock.adobe.com

Berlin. Die deutschen Pneumologen gehen davon aus, dass SARS-CoV-2 in absehbarer Zeit nicht verschwinden wird.

Die globale Durchseuchung oder Durchimpfung gegen SARS-CoV-2 werde voraussichtlich noch Jahre dauern, prognostizierte Professor Torsten Bauer, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) am Donnerstag beim digitalen Jahreskongress der Fachgesellschaft. In den Industrieländern werde durch die flächenhafte Impfung die Zahl schwerer COVID-19-Verläufe abnehmen. „Die vierte Welle wird in Deutschland zeitlich der zweiten Welle ähneln“, prognostiziert Bauer. Er erwartet aber eine niedrige Inzidenz und somit eine weniger ausgeprägte epidemiologische Bedeutung als derzeit.

Insgesamt werde sich COVID-19 in die Reihe der bekannten Infektionskrankheiten mit saisonalem Charakter einfügen, vergleichbar der Influenza-Wellen. Daher wäre die Entwicklung eines Kombinationsimpfstoffes denkbar, so Bauer. Wie oft Auffrischungsimpfungen gegen SARS-CoV-2 notwendig sein werden, ist aber noch unklar. Gebraucht werde eine klinische Studie mit Teilnehmern, die ihren Impfschutz auffrischen lassen und einer Kontrollgruppe ohne Auffrischung, sagte Bauer.

Im Sinne der Prävention wäre es nach Ansicht des Pneumologen ebenfalls wünschenswert, wenn künftig Menschen, die sich krank fühlen, in öffentlichen Verkehrsmitteln Mund-Nasen-Schutz zum Schutz ihrer Mitbürger tragen würden. Dies sei eine Frage der Höflichkeit.

Für neue Erkrankungsfälle müsse weiter intensiv an verbesserten Therapien gearbeitet werden, sagte der Pneumologe von der Lungenklinik Heckeshorn in Berlin. Gebraucht werde eine wirksame antivirale Therapie!

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