Corona-Pandemie

Thüringen öffnet Impfstellen über Jahreswechsel hinaus

Wegen der stark steigenden Infektionszahlen und der großen Nachfrage nach der Booster-Impfung werden in Thüringen 23 Impfzentren vorerst weiter arbeiten.

Von Katrin Zeiß Veröffentlicht:
Patienten warten am Eingang des überregionalen Impfzentrums Gera im Frühjahr 2021. In ganz Thüringen sollen über 20  Impfzentren auch über den Jahreswechsel 2022 in Betrieb bleiben.

Patienten warten am Eingang des überregionalen Impfzentrums Gera im Frühjahr 2021. In ganz Thüringen sollen über 20 Impfzentren auch über den Jahreswechsel 2022 in Betrieb bleiben.

© Bodo Schackow / dpa-Zentralbild / picture alliance

Erfurt. In Thüringen bleibt der Großteil der zentralen Corona-Impfstellen angesichts explodierender Infektionszahlen in den meisten Regionen über den Jahreswechsel hinaus geöffnet. In 23 Einrichtungen soll vorerst weiter geimpft werden, wie Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) mitteilte. Neben der besorgniserregenden Entwicklung in der Pandemie sei die große Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen ein Grund für die gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen getroffene Entscheidung. Die KVT betreibt das flächendeckende Netz an Impfstellen im Freistaat.

Über fünf Prozent der Thüringer bereits dreimal geimpft

Die Nachfrage nach den Booster-Impfungen steigt derzeit rasant, Termine in den Anlaufstellen sind oftmals schon bis Anfang Dezember ausgebucht. Mehr als 100 .000 Menschen haben sich bereits die Auffrischung abgeholt, das sind 5,2 Prozent der Bevölkerung.

In den Impfstellen wurde die Kapazität von derzeit 27 .000 möglichen Impfungen pro Woche auf 40 .000 hochgefahren. Bis Jahresende wolle Thüringen 250 .000 Auffrischungen schaffen, so Werner. In Thüringen ist Boostern bereits fünf Monate nach Abschluss der ersten Impfserie möglich, unabhängig vom Lebensalter.

Entlastung für Praxen

Anders als alle Bundesländer hatte Thüringen die meisten seiner regionalen Impfstellen und -zentren Ende September erst gar nicht geschlossen, sondern weiterbetrieben. Angesichts bis vor kurzem geringer Nachfrage sollten die übrigen Weihnachten schließen. Dass sie nun länger weiter betrieben werden, dürfte auch die Arztpraxen entlasten. Die Zahl der gegen COVID-19 impfenden niedergelassenen Ärzte in Thüringen hat sich seit dem Sommer nahezu halbiert, derzeit sind es noch rund 600. Viele der ursprünglich beteiligten Praxen seien derzeit durch den normalen Praxisbetrieb und die laufenden Grippeschutzimpfungen ohnehin schon stark in Anspruch genommen, sagte Ulf Zitterbart, der Landesvorsitzender des Hausärzteverbandes ist. Laut KVT sind die Praxen auch durch eine Vielzahl von Abstrichen für Corona-Tests stark belastet.

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Medizinstudium

Bewerbungsbeginn: Landarztquote an Uni Jena ab Herbst

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

© Springer Medizin Verlag GmbH

Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Im alten Praxisverwaltungssystem kennen Arzt, Ärztin und Team jeden Kniff. Nach dem Wechsel will vieles neu gelernt sein. Auf die Dauer kann es sich dennoch lohnen, sich für ein neues, modernes System zu entscheiden, wenn der Wechsel gut vorbereitet ist.

© kozirsky / stock.adobe.com

Kollegen-Tipps zum PVS-Umstieg

Praxisverwaltungssystem erfolgreich wechseln: Auf diese Punkte kommt es an