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Die Duftmarke: Demontage

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Die Geschichte des Penisrings ist umfassend erforscht. In China war er schon in der Tang-Dynastie ein erotischer Renner, den alten Römern brachte er Freude ohne Ende, Matrosen trugen ihn in der Ära Kolumbus als Schutz gegen Seekrankheiten, und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bad Tölz fragten sich vor Kurzem beim irritierten Blick auf einen Mann mit Penisring, ob sie noch alle Tassen im Schrank hätten. Die Brandschützer der bayrischen Bäderstadt mussten einen dicken Ring entfernen, den ein 50-jähriger Erotikjünger nicht mehr von seinem gequetschten Glied abbekam.

Völlig neu sind solche Pimmel-Einsätze nicht. Die Feuerwehr München etwa stellte vor einigen Jahren einem Mann 693 Euro für ihre Arbeit an seinem besten Stück in Rechnung. Sie musste 13 Penisringe mit speziellen Werkzeugen entfernen. Das Klinikum Rechts der Isar hatte die Floriansjünger um Hilfe gebeten. Der Herr der Ringe war aber hinterher renitent und wollte den Einsatz nicht bezahlen.

Lobbyisten der Sexspielzeug-Industrie haben sich inzwischen über den höhnischen Unterton beklagt, mit dem ihre Produkte in den Medien angeblich ins Lächerliche gezogen werden („Feuerwehr befreit Würstchen von Penisringen“). Die Erotikbranche hat deshalb ein Lehrwerk mit dem Titel „Didaktik und Methodik der Penisring-Demontage“ für die Schulung von Brandschützern herausgegeben. Bisher ist die Nachfrage allerdings gering.

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