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Terror-Anschläge in Brüssel

Erstversorgung der Opfer war "vorbildlich"

Eine Ausnahmesituation wie jüngst in Brüssel erfordert schnelles Handeln - und Krisenmanagement.

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BRÜSSEL. Das medizinische Notfallsystem der belgischen Krankenhäuser hat nach den Brüsseler Anschlägen "vorbildlich" funktioniert. Zu diesem Schluss kommt die belgische Gesundheitsministerin Maggie De Block.

Auch die für die Rettungsdienste zuständige Brüsseler Staatssekretärin Cécile Jodogne zieht zehn Tage nach den Anschlägen Bilanz: "Die Einsatzkräfte haben mit hoher Professionalität in einer extrem schwierigen Situation die Opfer in kürzester Zeit einer kompetenten medizinischen Versorgung zugeführt", sagte sie der "Ärzte Zeitung".

Die Verwundeten wurden in über 20 Kliniken über Brüssel hinaus von Antwerpen bis Oostende sowie in Spezialkliniken für Brandverletzungen transportiert. Am Donnerstag befanden sich noch rund 90 Verletzte, darunter 44 ausländische, in Behandlung. Ein Deutscher aus Düsseldorf zählt weiter zu den Schwerverletzten.

Das Königreich Belgien, nicht größer als Baden-Württemberg, zählt 31.578 Mediziner. Die medizinische Katastrophenversorgung wird durch regelmäßige Ernstfallübungen der medizinischen Zentren simuliert.

"Einen Tag vor dem Drama fand in Antwerpen eine groß angelegte Notfallübung mit einem angenommenen Flugzeugabsturz statt", sagte Dr. Marcel Moens, Biomediziner am Hospital Imelda in Bonheiden, der "Ärzte Zeitung".

Aktuell liegen noch drei Attentatsopfer auf der Intensivstation der Klinik. Der medizinische Dienst in Belgien, so Moens, sei in allen Landesteilen bestens auf eine Notfallsituation vorbereitet.

Als Generalsekretär der Vereinigung der belgischen Spezial-Mediziner habe er am Morgen der Anschläge mit 19 Ärztekollegen zusammengesessen, um über Notfall-Einsatzkonzepte zu beraten.

"Die Aktualität des Tages hat uns aus der Präventiv-Besprechung gerissen und wir waren mit einer Situation wie im Krieg konfrontiert", sagt Moens heute. (taf)

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