Proteinfaltung

Forscher mit Paul Ehrlich-Preis geehrt

Für ihre Forschung zur Proteinfaltung sind Professor Franz-Ulrich Hartl und Dr. Arthur L. Horwich mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis ausgezeichnet worden. Im Video-Interview sprechen die Geehrten über ihren Forschungserfolg und erläutern, wie Menschen mit neurodegenerativen Krankheiten von den Erkenntnissen profitieren könnten.

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Professor Thomas Boehm (r.) und Professor Peter Walter (l.) vom Stiftungsrat der Paul Ehrlich-Stiftung zeichneten die diesjährigen Preisträger des Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis aus: Franz-Ulrich Hartl (2.v.r.) und Dr. Arthur L. Horwich (2.v.l.).

Professor Thomas Boehm (r.) und Professor Peter Walter (l.) vom Stiftungsrat der Paul Ehrlich-Stiftung zeichneten die diesjährigen Preisträger des Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis aus: Franz-Ulrich Hartl (2.v.r.) und Dr. Arthur L. Horwich (2.v.l.).

© Joppich/Mrusek

FRANKFURT / MAIN. Der mit 120.000 Euro dotierte Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis ist am Mittwoch an die beiden Forscher Professor Franz-Ulrich Hartl und Dr. Arthur L. Horwich verliehen worden. In der Frankfurter Paulskirche wurden Hartl und Horwich für Ihre Forschungsarbeiten zur Proteinfaltung geehrt.

Das war die Preisverleihung

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Veröffentlicht: 14.03.2019 © Springer Medizin

Die Forscher wiesen nach, dass die Proteine sämtlicher Organismen über einen komplizierten Prozess gefaltet werden und dabei auf bestimmte Proteine, die Chaperone, angewiesen sind. Mit diesem Blick in den „Werkzeugkoffer der Zelle“ widerlegten Hartl und Horwich ein zentrales Dogma der 1970er Jahre.

Nach diesem sollten Proteine allein durch die in der Abfolge ihrer Aminosäuren enthaltenen Strukturinformation in der Lage sein, sich ohne fremde Hilfe richtig zu falten. Das ist zwar grundsätzlich richtig, trotzdem benötigen die Proteine dabei die Chaperone.

Interview mit Dr. Horwich

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Veröffentlicht: 14.03.2019 © Springer Medizin

Über die Jahre hätten Hartl und Horwich die molekularen Details der zellulären Proteinfaltung bei Bakterien und in den Zellen höherer Lebewesen entschlüsselt und dabei ganz eigene Schwerpunkte gesetzt, heißt es in einer Mitteilung der Paul Ehrlich-Stiftung aus Anlass der Bekanntgabe der beiden Preisträger.

Interview mit Prof. Hartl

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Veröffentlicht: 14.03.2019 © Springer Medizin

Hartl, Direktor am MPI für Biochemie in München, hat sich vor allem mit der exakten Beschreibung der molekularen Faltungsmechanismen beschäftigt, Horwich, der am Boyer Center for Molecular Medicine der Yale School of Medicine forscht, hat wichtige Beiträge zur atomaren Struktur geliefert. Die Arbeiten der beiden Forscher sind auch für die Medizin von Relevanz, da falsch gefaltete und verklumpte Proteine ja ein Merkmal vieler neurodegenerativer Erkrankungen sind.

Der mit 60.000 Euro dotierte Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis wurde an Dr. Dorothee Dormann von der LMU München verliehen. Die Preisträgerin hat nachgewiesen, dass der Ausschluss zweier Proteine aus dem Zellkern die Entstehung einer speziellen Form von Demenz und der ALS fördert. (eb)

Interview mit Dr. Dormann

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Veröffentlicht: 14.03.2019 © Springer Medizin

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