Infektrisiko Haushalt

MB-Chefin Johna: Hotels für Corona-Infizierte öffnen

Weil das Coronavirus SARS-CoV-2 mehr in die Gesellschaft diffundiert, steigt das Infektrisiko in den Haushalten. MB-Chef Johna plädiert für die – freiwillige – Isolation Infizierter in Hotels.

Veröffentlicht:
Hotel in der Kölner Südstadt

Bald wieder geöffnet? Hotels könnten laut MB-Chefin Johna für die Isolation von Corona-Infizierten dienen.

© Christoph Hardt / Geisler-Fotopress / dpa

Berlin. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund plädiert dafür, dass positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 Getestete ihre Isolation auch in einem Hotelzimmer verbringen können.

Das Angebot solle freiwillig sein und nur für Menschen gelten, die keine oder nur schwache Symptome haben, sagte die Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Susanne Johna, den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ (Samstag).

Eine solche Regelung könne Sekundärinfektionen von Familienmitgliedern verhindern und nütze nebenbei auch Hotels und Pensionen, die in der Krise kaum Einnahmen haben. Die Kosten für die Unterbringung solle der Staat übernehmen.

„Die Zahl derjenigen, die sich zu Hause bei infizierten Familienmitgliedern oder Mitbewohnern anstecken, steigt rapide“, begründete Johna ihren Vorschlag. Für viele Infizierte sei es schwer, sich zu Hause zu isolieren. „Wenn man zu viert auf 80 Quadratmetern wohnt, ist es oft kaum möglich, sich wirklich abzusondern“, betonte Johna.

„Beengte Wohnverhältnisse gefährden den Erfolg der Quarantäne.“ Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Professor Lothar Wieler, hatte Ende Oktober gesagt, der Großteil der Neuinfektionen gehe auf private Kontakte zurück. Auch epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass besonders in Haushalten ein erhöhtes Risiko für Sekundärinfektionen besteht. (dpa/eb)

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