Nach Burnout

Todesursache Lewandowskis zunächst unklar

Der Ex-Bundesligatrainer Sascha Lewandowski ist tot. Eine Obduktion soll nun Klarheit bringen. Zuletzt hatte der 44-Jährige mit der Diagnose Burnout für Schlagzeilen gesorgt.

Veröffentlicht: 09.06.2016, 16:03 Uhr

BOCHUM. Die Fußball-Bundesliga trauert um Sascha Lewandowski. Der frühere Trainer von Bayer Leverkusen und des 1. FC Union Berlin ist im Alter von 44 Jahren am Mittwochnachmittag tot in seiner Wohnung in Bochum aufgefunden worden.

Das bestätigte die Bochumer Polizei am Donnerstagmorgen. Mit Bestürzung reagierten die Verantwortlichen seiner ehemaligen Clubs auf die Nachricht. "Ich bin völlig schockiert", sagte Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade.

"Er hat sich bei Bayer große Verdienste erworben und Spuren hinterlassen.""Wir sind tief bestürzt und unglaublich traurig.

Unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen von Sascha Lewandowski", wurde Union-Präsident Dirk Zingler in einer Vereinsmitteilung zitiert.Bundesjustiz-Minister Heiko Maas twitterte kurz nach Bekanntwerden der Nachricht: "Erschütternd und dramatisch. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden von Sascha Lewandowski."Zuerst hatte das Portal "Der Westen" über den Tod Lewandowskis berichtet.

Die Todesumstände waren zunächst unklar. Nach Informationen der "WAZ" liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor

. Der zuständige Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann wollte mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nichts über die Umstände des Todes sagen. Er bestätigte jedoch, dass die Staatsanwaltschaft eine Obduktion beim Amtsgericht Bochum beantragte. Sollte das Amtsgericht stattgegeben, würde der Tote Anfang kommender Woche obduziert werden.

Lewandowski hatte im September 2015 den Posten als Cheftrainer bei Union angetreten. Dort ließ er sich Mitte Februar 2016 zunächst krankschreiben. Im März entschied er sich auf Anraten seiner Ärzte und in Abstimmung mit dem Verein wegen eines akuten Burnout-Syndroms zur Auflösung des Vertrages.

 Er hatte um die Veröffentlichung der Diagnose gebeten und erklärt: "Neben den gesundheitlichen Risiken muss ich auch akzeptieren, dass ich aktuell einfach nicht annähernd die Power habe, mit so viel Energie zu arbeiten, wie ich es als Cheftrainer gewohnt bin und wie die Mannschaft es verdient." Verantwortliche und Spieler hatten erschüttert auf die Erkrankung reagiert. "Es hat uns von heute auf morgen total überrascht", räumte Präsident Zingler Anfang des Jahres ein. (dpa)

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