„ÄrzteTag“-Podcast

Sexarbeit: Das älteste Gewerbe der Welt in der Krise

Die Corona-Pandemie hat viele SexarbeiterInnen in eine prekäre Lage gebracht – finanziell wie medizinisch. Über ihre Erfahrungen berichtet Dr. Johanna Claass, die die Hamburger Beratungsstelle CASAblanca leitet, im „ÄrzteTag“-Podcast.

Von Ruth Ney Veröffentlicht: 22.06.2020, 15:05 Uhr
Sexarbeit: Das älteste Gewerbe der Welt in der Krise

Dr. Johanna Claass, Referatsleitung CASAblanca & GESAH14, Gesundheitsbehörde Hamburg

© Claass

Das älteste Gewerbe der Welt scheint einer der ganz großen Verlierer der Corona-Krise zu werden, weil Prostituierte nicht arbeiten dürfen und Bordelle weiter geschlossen bleiben. Erst jüngst berichtete die Deutsche Aids-Hilfe zum Internationalen Hurentag, dass der Zugang zu Soforthilfeprogrammen und Sozialleistungen für viele Prostituierte nach wie vor erschwert ist.

Über die städtische Beratungsstelle CASAblanca – das Centrum für HIV und sexuell übertragbare Krankheiten in Altona, die auch von vielen SexarbeiterInnen aufgesucht wird – hat die Medizinerin Dr. Johanna Claass als dortige Leiterin viel Erfahrung sammeln können. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert sie, welche Hilfe sozialer wie medizinischer Art für die Berufsgruppe der SexarbeiterInnen aktuell besonders nötig erscheint und wie auch im horizontalen Gewerbe die Hygieneregeln eingehalten werden können. (Dauer 14:50 Minuten)
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Kommentare
Richard Heil

Sehr geehrte Frau Ruth Ney ! Sehr geehrte Frau Kollegin Johanna Claas!
Ich Ihren Aussagen im Artikel " Sexarbeit :Das älteste Gewerbe der Welt in der Krise " nur entschieden wiedersprechen!
1. Für mich gibt es den euphemistischen Begriff " Sexarbeit " nicht. Er ist eine bösartige wissentliche Verschönerung der schwer traumatisierenden Tätigkeit der Frauen in der Prostitution täglich ausgesetzt sind.
Das Bundesarbeitsgericht in Kassel hat dazu entschieden , dass arbeitslose , arbeitssuchende Menschen nicht in die Prostitution vermittelt werden dürfen, weil es keine menschenwürdige Arbeit ist. Würden Sie Frau Ney ihre Kinder oder Sie Frau Kollegin Claas ihre Kinder in die Prostitution schicken, weil das eine so tolle " Arbeit ist ?
2. Jetzt erst haben die Frauen in der Linken zu einem Sexkaufverbot aufgerufen und Einführung des Nordischen Modells in Deutschland, weil dies die prekäre menschenverachtende Lage der Frauen in der Prostitution sofort verbessert. Dass jetzt die Lage so ist , zeigt dass es ein Wunschdenken war , dass Frauen in der Prostitution sich sozial absichern können. Der größte Teil ist ohne Krankenversicherung hier in den Bordellen tätig und es wird kein Geld in die Sozial-oder Rentenkassen abgeführt. Den Gewinn streichen andere ein, die Zuhälter und Bordellbetreiber, .Durch das jetzige Prostitutionsverbot durch Covid 19 ist jetzt die Möglichkeit da den Frauen in der Prostitution ihre Menschenwürde zurückzugeben mit richtigen sofortigen Ausstiegshilfen, für Arbeit für Wohnung und Unterhalt. Ich verstehe nicht wie Sie Frau Kollegin Claas es mit unserer Ärztlichen Ethik , die Menschenwürde zu respektieren, das System und die Maschinerie der Prostitution gutheißen, Nach wissenschaftlichen Studien bringt nachweislich ein Sexkaufverbot einen Rückgang der STI und COVID Infektionen und nicht wie sie es falsch behaupten eine Vermehrung. Die Vereinten Nationen habenschon 1949 von ihren Mitgliedern ein Sexkaufverbot,ein Verbot der Prostitution von ihren Mitgliedern u. die EU,weil Sie Art,1 GG die Mwürde


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