„ÄrzteTag“-Podcast

Täterinnen – die dunkle Seite von Frauen

Frauen sind oft Opfer, aber auch zu Gewalt- und Sexualdelikten fähig. Doch diese Seite wird oft tabuisiert, kritisiert Dr. Sigrun Roßmanith. Im „ÄrzteTag“-Podcast schildert die Psychiaterin, was Frauen zu Täterinnen macht und wie sich ihre Taten von denen der Männer unterscheiden.

Von Ruth NeyRuth Ney Veröffentlicht:
Medizinerin und Psychologin Dr. Sigrun Roßmanith aus Wien.

Die Medizinerin und Psychologin Dr. Sigrun Roßmanith aus Wien arbeitet seit 25 Jahren als forensische Psychiaterin.

© Privat

Mord ist Männersache – so lassen sich zumindest Kriminalstatistiken deuten. Im deutschsprachigen Raum geht man zum Beispiel davon aus, dass nur etwa 12 bis 15 Prozent der Gewaltkriminalität auf das Konto von Frauen geht, bei Sexualdelikten ist der Anteil noch viel geringer, genauer gesagt: im einstelligen Bereich. Und doch gibt es auch Amokläuferinnen, Sexualtäterinnen, Terroristinnen, Raub- und Massenmörderinnen. Literatur und Tagesmedien übernehmen ihre mitunter verstörenden Geschichten dann wegen des Gruseleffekts, gerade wenn es um Gift- oder Kindsmord geht.

Dass allerdings vor Gericht oft ganz besondere persönliche Geschichten zutage kommen, weiß die Wiener Medizinerin Dr. Sigrun Roßmanith. Sie arbeitet seit über 40 Jahren als Psychiaterin und Psychotherapeutin und ist seit 25 Jahren auch als forensische Psychiaterin aktiv, wobei sie unter anderem als beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige tätig ist. Ob Frauen tatsächlich anders morden und Verbrechen begehen als Männer, das erzählt sie in dieser Podcast-Episode. Zugleich betont sie, dass Frauen zwar deutlich häufiger als Männer Opfer von Gewalttaten in Partnerschaften und von Sexualverbrechen sind – die dunkle Seite als Täterinnen dennoch nicht tabuisiert werden darf. (Dauer 28:33 Minuten)

Täterinnen – die dunkle Seite von Frauen

© Springermedizin

Das aktuelle Sachbuch von Dr. Sigrun Roßmanith:

Täterin – Gewalt- und Sexualstraftaten von Frauen, Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2020, ISBN 978-3-662-62277-3, Preis 19,99 Euro

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