„ÄrzteTag“-Podcast

Warum die Corona-Krise auf den Appetit durchschlägt

Die Corona-Krise hat Corona-Models und Corona-Quallen erzeugt. Was sich so amüsiert liest, hat allerdings auch eine medizinische Schattenseite. Denn die letzten Monate waren für Patienten mit Essstörungen eine harte Belastungsprobe, wie Professor Ulrich Voderholzer im „ÄrzteTag“-Podcast berichtet.

Von Ruth NeyRuth Ney Veröffentlicht: 08.10.2020, 14:35 Uhr
Prof. Ulrich Voderholzer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Roseneck.

Prof. Ulrich Voderholzer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Roseneck.

© Schön Klinik

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen sind für viele Menschen eine echte Herausforderung, da der gewohnte Alltag nun schon seit Monaten gehörig durcheinandergewirbelt wurde, soziale Kontakte wie auch Arztkontakte reduziert wurden. Schon viel wurde daher darüber berichtet, wie das das Entstehen seelischer Probleme bis hin zu Depressionen fördert.

Zugleich gibt es eine Gruppe meist junger Erwachsener, die bisher recht wenig in den Fokus gerückt ist, das sind die Patienten mit Essstörungen, wie einer Ess-Brech-Sucht oder Magersucht. Denn bei beiden Erkrankungen sind es Imbalancen in gewohnten Abläufen, die einen Rückfall begünstigen können.

Professor Ulrich Voderholzer, Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Roseneck, hat vor kurzem mit seinem Team nun zwei Studien zu diesem Thema publiziert. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, wie die Corona-Krise auf Psyche und Essverhalten wirkt und wer besonders gefährdet ist, mehr Probleme als nur das eine oder andere Corona-Kilo zu viel aus der Pandemie mitzunehmen. (Dauer 19:00 Minuten)

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