Rheinland-Pfalz

36 Impfzentren im Land geplant

Bis Mitte Dezember sollen in jedem rheinland-pfälzischen Kreis und in jeder kreisfreien Stadt die Impfzentren startklar sein.

Christiane BadenbergVon Christiane Badenberg Veröffentlicht:
Stellte am Freitag Pläne für Impfzentren vor: Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Sozialministerin in Rheinland-Pfalz.

Stellte am Freitag Pläne für Impfzentren vor: Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Sozialministerin in Rheinland-Pfalz.

© Andreas Arnold/dpa

Mainz. In Rheinland-Pfalz sind 36 Corona-Impfzentren geplant. Zusätzlich sollen mobile Teams Impfungen in Pflegeheimen übernehmen oder Menschen zu Hause impfen, die kein Zentrum aufsuchen können.

Entsprechende Pläne hat Landesgesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Freitag in Mainz vorgestellt. „Unsere Planung sieht vor, dass in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt Impfzentren entstehen können, die möglichst bereits Mitte Dezember startklar sein sollen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

Das Landesgesundheitsministerium hat dafür eine Landeskoordinationsstelle Impfen geschaffen, deren Aufgaben der zügige Aufbau und die Organisation der Impfzentren sind. Das soll in Abstimmung mit den Kommunen geschehen. Für die Zentren werden derzeit Räumlichkeiten gesucht, die mindestens 600 Quadratmeter groß sind. Pro Stunde sollen etwa 40 Personen vakziniert werden.

Impfreihenfolge orientiert sich an Empfehlungen

Wer zuerst geimpft wird, orientiert sich an den gemeinsamen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, der Leopoldina und des Deutschen Ethikrats. Der Bund habe exakte Empfehlungen für die Priorisierung bis zum Ende des Jahres in Aussicht gestellt, sagte Bätzing-Lichtenthäler. Klar ist aber, dass zunächst ältere Menschen mit Vorerkrankungen, Mitarbeiter von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher geimpft werden sollen.

„Vor allem die Aufklärung vor einer Impfung ist eine ärztliche Angelegenheit. Das stellt uns personell vor große Herausforderungen – auch wenn die eigentliche Impfung unter Aufsicht auf medizinisches Personal delegiert werden kann“, stellte die Ministerin klar. Sie sei bei diesem Thema in guten Gesprächen mit der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Hausärzteverband, so die Ministerin.

Gesucht werden auch Ärzte im Ruhestand, einige hätten sich bereits beim Ministerium gemeldet, berichtete Bätzing-Lichtenthäler.

Terminverteilung nach einheitlichen Kriterien

In jedem Impfzentrum müsse zudem ein Apotheker vor Ort sein und es soll einen kommunalen Koordinator als zentralen Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen geben. Termine für die Impfungen sollen über eine zentrale Stelle nach landesweit einheitlichen Kriterien erfolgen. Für die Terminvergabe werde das Land ein Callcenter als externen Dienstleister beauftragen, kündigte Bätzing-Lichtenthäler an.

Die Kosten für die zu errichtenden Impfzentren würden gemeinsam von den Ländern und aus Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie gegebenenfalls von der Privaten Krankenversicherung getragen.

Der Bund finanziere die Beschaffung des Impfstoffs, die Länder übernähmen die Kosten für Lagerung und Logistik. Sie sind auch für die Beschaffung des Impfzubehörs zuständig. Das Land sei auf einem guten Weg, „einen ersten Schritt hin zu einem hoffentlich absehbaren Ende der Pandemie zu gehen“, so Bätzing-Lichtenthäler.

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