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Krebs

99.200 neue Fälle in den neuen Ländern

Prostata- und Brustkrebs sind die häufigsten Krebsneuerkrankungen im Nordosten Deutschlands.

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BERLIN. Nach Daten des Gemeinsamen Krebsregisters der Länder Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden in den Jahren 2009 bis 2012 bei knapp 99.000 Menschen ein Tumor diagnostiziert. Insgesamt 54.200 Krebsneuerkrankungen gab es in den sechs Ländern bei Männern, bei Frauen waren es 45.000.

Erfreulich: Die altersstandardisierte Neuerkrankungsrate bei Männern sinkt seit dem Jahr 2003 durchschnittlich um 0,5 Prozent, bei Frauen ist die Rate in den vergangenen Jahren konstant geblieben. Das mediane Sterbealter liegt bei Männern bei 72 und bei Frauen bei 76 Jahren.

Rund 60 Prozent der männlichen Krebspatienten überleben ihre Erkrankung um fünf Jahre, 55 Prozent sogar um zehn Jahre. Bei den Frauen beträgt die relative Überlebensrate für den Fünf- und Zehn-Jahres-Zeitraum 64 und 59 Prozent.

Melderate ließ zu wünschen übrig

Die häufigsten Krebsneuerkrankungen treten nach dem Jahresbericht des Krebsregisters bei Männern an der Prostata (22,7 Prozent der Fälle), Lunge (14,7 Prozent) und am Darm (13 Prozent) auf.

Bei den Frauen sind am häufigsten die Brustdrüse (29,3 Prozent), der Darm (12,3 Prozent) und die Lunge (7,2 Prozent) von Tumoren betroffen.

Die epidemiologischen Daten des Krebsregisters lassen bei Hautkrebs einen Anstieg erkennen: Zwischen 2002 und 2012 stieg die Neuerkrankungsrate bei nicht-melanotischem Hauptkrebs um rund sechs Prozent, bei Melanomen um knapp vier Prozent.

Aus dem Jahresbericht geht hervor, dass die ärztliche Melderate in Berlin und Sachsen-Anhalt zumindest für den Berichtszeitraum zu wünschen übrig lässt. In der Hauptstadt lag die Meldequote zwischen 85 und 90 Prozent, in Sachsen-Anhalt nur bei 80 bis 85 Prozent.

In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen dagegen wurden Melderaten von über 90 Prozent registriert, so wie es von internationalen Standards gefordert wird. (juk)

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