Berufspolitik

AOK Bayern kündigt fristlos Hausarztvertrag

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MÜNCHEN (sto). Die AOK Bayern hat am Donnerstag den Hausarztvertrag mit dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) fristlos gekündigt.

Zur Begründung erklärte die Kasse, der BHÄV habe nach der ersten Kündigung erneut Aufrufe zum Systemausstieg verkündet und versucht, die AOK "unter Androhung des rechtswidrigen Systemausstiegs zur Änderung des bestehenden Hausarztvertrags zu zwingen".

Damit habe der Verband "eine wichtige Chance" vertan. Die Kündigung ist zwar fristlos, die AOK bietet jedoch eine Auslauffrist bis 31. Dezember an, um das laufende Quartal abwickeln zu können.

Ungeachtet dessen hat der BHÄV den Kassen vorgeworfen, die hausärztliche Versorgung mutwillig zu gefährden. Sollten die Kassen nicht bereit sein, die Hausarztverträge nach dem 22. Dezember zu bedienen, werde es am 12. Januar in Nürnberg erneut eine Vollversammlung geben, bei der weitere Maßnahmen beschlossen werden sollen.

Lesen Sie dazu auch: Systemausstieg: "Die Zulassungsrückgabe ist ein One-way-Ticket"

Lesen Sie dazu auch die weitere Entwicklung Nach gekündigtem Hausarztvertrag: BHÄV setzt weiter auf Systemumstieg

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