Corona / Aufrufe gestartet

Ärzte und Pflegekräfte dringend gesucht

Die Berliner Krankenhausgesellschaft wendet an die Berliner Bevölkerung. Auch KVen starten Aufrufe. Dringend gesucht wird medizinisches Fachpersonal.

Veröffentlicht: 19.03.2020, 18:33 Uhr

Berlin. In Erwartung zahlreicher mit dem neuen Coronavirus infizierter Patienten mit schwereren Krankheitsverläufen setzt die Berliner Krankenhausgesellschaft auf die Solidarität der Hauptstädter.

Am Donnerstag hat die Krankenhausgesellschaft Berliner mit einer medizinischen Fachausbildung aufgerufen, sich bei den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu melden. Damit der Bedarf an Fachkräften für die Versorgung von COVID-19-Patienten gewährleistet werden kann, will die Krankenhausgesellschaft sämtliche Optionen nutzen, um das Krankenhauspersonal verstärken zu können. Ebenso müssten Pflegeeinrichtungen personell unterstützt werden, damit die Bewohner sicher betreut werden können.

Personal aufstocken

„Um für die erwarteten Patientenzahlen ausreichend Personal in den Krankenhäusern vorzuhalten, müssen die Personalbestände aufgestockt werden. Auch in den Pflegeeinrichtungen muss die pflegerische Versorgung sichergestellt sein, um Einweisungen von Bewohnern in Krankenhäuser zu vermeiden“, sagt Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft. Wer sich angesprochen fühle, solle sich per Mail und unter Angabe seiner Daten und Qualifikationen bei einer der Einrichtungen melden.

Auch in anderen Bundesländern sind bereits Hilfsaufrufe ergangen, auch von Kassenärztlichen Vereinigungen. So sollen zum Beispiel pensionierte Ärzte und Pflegekräfte für eine vorübergehende Rückkehr in den Beruf gewonnen werden. (mas)

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Kommentare
Dr. Regine Böckelmann

Es scheint mir ein Widerspruch vorzuliegen zwischen der Aufforderung an Ärzte im Ruhestand, wieder in den Dienst zurückzukehren, und der Tatsache, dass mittlerweile alle über 65jährigen quasi zum Hausarrest verdonnert werden. Wie sollen diese Ärzte, die ja nicht weniger anfällig für schwere Verläufe sind als Normalbürger in diesem Alter, denn eingesetzt werden?
Ich selbst bin Allgemeinärztin im Ruhestand, 75 Jahre alt und gesund. Ich befasse mich intensiv mit den Fragen rund um Corona und könnte mir vorstellen, in einer Telefon-Hotline Patienten-Anfragen zu beantworten und damit direkt an Patienten tätige Kollegen zu entlasten.
Jedenfalls fällt es schwer, in der jetzigen Situation untätig zuhause zu sitzen.


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