Bundesparteitag

AfD lehnt Zwang zu Corona-Test und Impfung ab

Mitten in der dritten Corona-Welle versammelt die Partei Alternative für Deutschland in Dresden Hunderte Mitglieder, um sich für die Bundestagswahl warmzulaufen. Corona-Test- und Masken-Zwänge lehnt sie ab.

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Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD, und Alexander Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD, nehmen in der Dresdener Messehalle am Bundesparteitag der AfD teil.

Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD, und Alexander Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD, nehmen in der Dresdener Messehalle am Bundesparteitag der AfD teil. Ein Thema ist der Beschluss des Wahlprogramms für die Bundestagswahl.

© Kay Nietfeld / dpa / picture alliance

Dresden. Die AfD hat auf ihrem Bundesparteitag in Dresden eine „Corona-Resolution“ beschlossen. Darin fordert die Partei „jedweden, auch indirekten, Zwang zur Durchführung von Tests, Impfungen, unter anderem durch Einführung sogenannter Schnelltest-Apps und des grünen Impfpasses, sowie Benachteiligungen für Maskenbefreite zu unterlassen“. Im Programm zur Bundestagswahl steht: „Die Pflicht zum Tragen einer Maske lehnen wir ab.“

Der Thüringer Landes- und Fraktionschef Björn Höcke sprach im Zusammenhang mit Corona von einer „herbeigetesteten Pandemie“ und einem „Test-Wahnsinn“. Er sagte: „Die Testung und die Anzahl der Testung führt überhaupt dazu, dass wir eine Pandemie haben.“

Kritik an Präsenzparteitag

Die AfD war im Vorfeld dafür kritisiert worden, trotz steigender Infektionszahlen einen Präsenzparteitag mit hunderten Teilnehmern zu veranstalten. Parteichef Jörg Meuthen verteidigte dies ausdrücklich. Die AfD wolle „zeigen, dass diese Verbotsorgien, dieses Einsperren, diesen Lockdown-Wahnsinn, dass es all das nicht braucht, wenn man den Menschen vertraut“, sagte Meuthen zur Eröffnung.

Die meisten AfD-Delegierten, aber nicht alle, hielten sich durchgehend an die vom Gesundheitsamt vorgegebenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Ziel der zweitägigen Veranstaltung auf dem Messegelände war die Verabschiedung eines Programms für die Bundestagswahl am 26. September. (dpa)
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