Baden-Württemberg

Barmer bietet Online-Trainings bei psychischen Problemen

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STUTTGART. Rund jeder Vierte aus der Gruppe der 18- bis 25-Jährigen (275.000) ist im Jahr 2016 in Baden-Württemberg wegen einer psychischen Störung behandelt worden. Das geht aus dem Barmer Arztreport 2018 hervor.

Bei fast acht Prozent in dieser Altersgruppe ist im gleichen Jahr eine Depression diagnostiziert worden (84.000). Das entspricht einem Anstieg von 79 Prozent im Vergleich zu 2006.

Damit liegen die Werte für den Südwesten über den bundesweiten Ergebnissen (7,59 Prozent). Regional variieren die Zahlen stark. So wurde in Mannheim bei 10,2 Prozent der jungen Erwachsenen eine Depression dokumentiert, im Landkreis Biberach betrug diese Quote 5,1 Prozent.

Allein 61.000 Studierende im Südwesten waren im Berichtsjahr von einer psychischen Erkrankung betroffen. Damit es nicht zu Studienabbrüchen und existenziellen Krisen kommt, seien niedrigschwellige Angebote wichtig, sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Winfried Plötze.

Speziell an Studierende wendet sich das Online-Angebot StudiCare, das die Barmer gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg aufgelegt hat.

Die Kasse bietet 17 verschiedene Online-Trainings bei psychischen oder psychosomatischen Problemen an. Dabei sind Angebote etwa zur Bewältigung von Prüfungsangst, bei Schlafschwierigkeiten oder für das Stressmanagement.

Der Bedarf sei groß, weil weniger als die Hälfte der Betroffenen zum Arzt gehe und stattdessen versuche, die Probleme in Eigenregie zu lösen, hieß es. So vergingen teilweise Jahre, bis sich Menschen mit psychischen Problemen in Behandlung begeben, hieß es. (fst)

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