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Krankenhaus-Reform

Bayerns Gesundheitsministerin Gerlach wirft Lauterbach „Wortbruch“ vor

Seit Monaten wartet die Szene auf einen Entwurf für die Krankenhausreform. Jetzt taucht er auf, aber zuerst bei den Medien. Das sorgt für Ärger, auch in Bayern.

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München. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) „Wortbruch“ bei der Krankenhausreform vorgeworfen. „Es ist ein Affront gegen die Bundesländer, dass Bundesminister Lauterbach seine Pläne für die Krankenhausreform allein über die Medien kommuniziert, anstatt wie versprochen zunächst die Länder einzubinden“, sagte Gerlach laut Mitteilung ihres Ministeriums am Sonntag in München.

Sie monierte, dass den Ländern Anfang Dezember ein Entwurf präsentiert werden sollte. „Monatelang ist nichts geschehen“, so Gerlach. „Jetzt erfahren wir aus der Zeitung, was Lauterbach plant. Das ist stillos und zerstört Vertrauen, das ist politischer Wortbruch.“

Am Samstag war den Medien ein Referentenentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium für ein Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) mit Bearbeitungsstand vom 13.03.2024 bekanntgeworden. Auch die Ärzte Zeitung berichtete. Kritik an dem Vorgehen, zuerst die Medien zu informieren, äußerten auch Vertreter im Gesundheitswesen.

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Bayerns Staatsministerin Gerlach bezeichnete das als „One-Man-Show“, die „der Sache nicht“ diene. Die Reform sei zu wichtig, als „im Alleingang von einem einzelnen Professor am grünen Tisch entworfen zu werden“. Sie forderte Lauterbach auf, „zu einem professionellen und konstruktiven Umgang mit den Ländern und den anderen Akteuren des Krankenhaussystems zurückzukommen“. (nös)

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Kommentare
Andreas Hoffmann 17.03.202412:43 Uhr

So langsam merken auch die letzten der „Szene“ (welcher Praktikant hat das hier eigentlich geschrieben?), dass KL bestenfalls als narzisstischer Totengräber des deutschen Gesundheitswesens bezeichnet werden kann. So, wie er die Ungereimtheiten in seinem Lebenslauf nicht mehr unter den Tisch kehren kann, so, wie er seine wahren Interessen nicht mehr verheimlichen kann, so, wie er selbst langjährige Unterstützer verliert, so ist er als Bundesminister eigentlich nicht mehr tragbar - aber ein Scholz ist offenbar ganz froh, möglichst inkompetente Minister an seine Seite zu haben: der Einäugige ist der König unter den Blinden. Oder hat er etwas gegen den Bundeskanzler in der Hand, womit dessen Erinnerungslücken gefüllt werden könnten? Wo ist der investigative Journalismus, wenn man ihn braucht?

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