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WIP-Analyse

Beiträge in PKV weniger als in GKV gestiegen

PKV-Versicherte müssen laut einer Analyse gar nicht so sehr unter Beitragserhöhungen leiden.

Veröffentlicht:

KÖLN. In der privaten Krankenversicherung (PKV) sind die Beiträge in den vergangenen zehn Jahren langsamer gestiegen als in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Auch bei den Ausgaben ist die Entwicklung in der GKV ausgeprägter als in der PKV. Zu diesem Ergebnis kommt das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) in einer aktuellen Analyse.

Danach haben die pro Kopf-Beiträge in der PKV im Zeitraum von 2009 bis 2019 im Schnitt um 2,8 Prozent pro Jahr zugelegt, in der GKV waren es 3,3 Prozent. Über den gesamten Zeitraum betrug der Anstieg 32 Prozent beziehungsweise 38 Prozent. Die Werte für 2018 und 2019 sind geschätzt.

Mit der Analyse will das WIP den öffentlich vorherrschenden Eindruck widerlegen, dass Privatversicherte stärker durch Beitragserhöhungen gebeutelt werden als gesetzlich Versicherte.

Das WIP arbeitet mit Durchschnittswerten. Bei manchen privaten Anbietern und in einzelnen Tarifen können die Anpassungen deutlich abweichen. In der GKV sind die kontinuierliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und höhere beitragspflichtige Einkommen der Hauptgrund für den Anstieg.

Seit 2009 sind die Leistungsausgaben pro Versichertem in der GKV um 41 Prozent gestiegen, in der PKV um 36 Prozent. Pro Jahr beträgt der Anstieg bei den Privaten 3,1 Prozent und bei den Gesetzlichen 3,5 Prozent.

Im kommenden Jahr sinken bei vielen gesetzlichen Krankenkassen die Zusatzbeiträge, bei anderen bleiben sie stabil. Privatpatienten müssen für ihre Vollversicherung im Schnitt 1,9 Prozent mehr bezahlen. Beim PKV-Marktführer Debeka erhöhen sich die Prämien in der Vollversicherung im Schnitt um 0,6 Prozent.

Die Allianz Private Krankenversicherung passt die Beiträge um 2,5 Prozent über alle Versicherungsarten an. Bei der Axa Kranken beläuft sich die Erhöhung in der Vollversicherung und der Pflegeversicherung auf durchschnittlich 2,9 Prozent. Bei der Signal Krankenversicherung gibt es für die Vollversicherten ein Plus von durchschnittlich 1,07 Prozent. Die DKV passt die Prämien traditionell erst zum 1. April an. (iss)

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