GKV-Mitglieder

Beitragsschulden bei den Kassen sprengen Sechs-Milliarden-Grenze

Die Beitragsschulden von freiwillig Krankenversicherten in der GKV explodieren. Ende vergangenen Jahres standen die GKV-Mitglieder mit sechs Milliarden Euro in der Kreide.

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BERLIN. Die Zunahme der Beitragsschulden ist enorm: Sie entspricht binnen Jahresfrist einer Zunahme von 1,5 Milliarden Euro. Anfang 2016 schuldeten die freiwillig Versicherten den gesetzlichen Kassen noch 4,48 Milliarden Euro. Das teilte der GKV-Spitzenverband auf Anfrage der "Ärzte Zeitung" mit.

Damit sich das Beitragsschuldengesetz der Koalition, das im August 2013 in Kraft getreten ist, als weitgehend wirkungslos erwiesen. Bis dahin hatten die Säumniszuschläge der Kassen nach der Vorgabe des Gesetzgebers 60 Prozent pro Jahr betragen. Seitdem ist der Zuschlag auf ein Monat pro Jahr reduziert worden.

Doch insbesondere unter den Solo-Selbständigen ohne eigene Angestellte wächst offenbar die Gruppe, die ihre Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr zahlen können. Am Freitag wird der Bundesrat über eine Entschließung abstimmen, mit der der Bundestag gedrängt werden soll, noch vor der Bundestagswahl das Problem anzugehen. (fst)

Lesen Sie heute Abend mehr zu den Problemen der Solo-Selbständigkeit.

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