Direkt zum Inhaltsbereich

"Gesund aufwachsen"

Brandenburg kämpft für gleiche Chancen für Kinder

Chancengleichheit für Kinder aus einkommensarmen Familien - vor allem, wenn es um Gesundheit geht: Ein breit angelegtes Bündnis will in Brandenburg sicherstellen, dass dieses Ziel erreicht wird. Dazu soll auch die Verbesserung des Impfschutzes gehören.

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:

POTSDAM. Sozial benachteiligte Kinder sollen in Brandenburg die gleichen Gesundheitschancen erhalten wie andere Kinder. Dieses Ziel hat sich das "Bündnis Gesund Aufwachsen in Brandenburg" bei seiner aktuellen Landesgesundheitskonferenz gesteckt.

Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Umsetzung des Präventionsgesetzes. "Ein Schwerpunkt ist dabei die gesundheitliche Chancengleichheit.

Denn Kinder aus einkommensarmen Familien sind nach wie vor öfter gesundheitlich benachteiligt als andere, so Landesgesundheitsministerin Diana Golze (Linke). "Wir wollen die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche weiterentwickeln und auch den Impfschutz verbessern ", so Golze weiter.

200 Akteure kooperieren

Im Bündnis Gesund Aufwachsen arbeiten mehr als 200 staatliche und nichtstaatliche Akteure unter dem Vorsitz der Gesundheitsministerin zusammen. Golze betrachtet das Bündnis als beispielhaft für eine vernetzte Präventionsstrategie. Es habe sich längst als tragende Säule in der Brandenburger Gesundheitslandschaft etabliert.

"Von der vernetzten Zusammenarbeit profitieren alle Kinder und Jugendlichen", so Golze. Sie verwies darauf, dass immer mehr Schulanfänger einen lückenlosen Impfschutz und die durchgehende Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 vorweisen.

Auch die Zahngesundheit der Schulanfänger hat sich nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministeriums verbessert. "Wir sehen aber auch, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, zum Beispiel Bewegungsstörungen oder Übergewicht, von Einschülern sowie von Jugendlichen zunehmen", so Golze.

Gegensteuern will die Ministerin mit einer Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung des Präventionsgesetzes. An der Vereinbarung arbeiten die Kassen des Landes bereits, wie Daniela Teichert von der AOK Nordost für die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen mitteilte.

Vernetzung steht obenan

Die Vernetzung der Akteure im Bündnis hat auch für Stefan Pospiech, Geschäftsführer von Gesundheit Berlin-Brandenburg, Priorität. "Die große Herausforderung ist, dass es nun nicht ein Mehr an nebeneinander laufenden Aktivitäten gibt, sondern dass verbindliche Kooperationen entstehen.

Gerade Familien in belastenden Lebenssituationen brauchen niedrigschwellige und verlässliche Angebote", so Pospiech. Das unterstreicht auch Professor Thomas Erler, Ärztlicher Direktor und Chefarzt im Klinikum Westbrandenburg: "Für eine optimale Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist eine Allianz unterschiedlichster Professionen, Gesellschaften, Institutionen und Einrichtungen erforderlich."

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

© Lu ShaoJi | Getty Images

Grippeimpfstoff-Forschung

Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mikrobiomforschung

Atemwegs-Dysbiose befeuert Lungenerkrankungen

Weniger Spätkomplikationen

Frühe HbA1c-Kontrolle zahlt sich aus

Lesetipps