Direkt zum Inhaltsbereich

Pflegeoffensive

Brandenburg setzt auf Pflege in Kommunen

Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze treibt die von ihr ausgerufene "Pflegeoffensive" voran. Kommunen sollen mit validen Daten versorgt werden, um für die künftige Pflegeinfrastruktur planen zu können.

Julia FrischVon Julia Frisch Veröffentlicht:
So lange wie möglich zu Hause leben – ein Ziel der Brandenburger Pflegeoffensive.

So lange wie möglich zu Hause leben – ein Ziel der Brandenburger Pflegeoffensive.

© Gina Sanders / fotolia.com

POTSDAM. Die "Pflegeoffensive für eine verantwortungsvolle pflegerische Versorgung im Land Brandenburg auch in der Zukunft" sei im Herbst 2015 erfolgreich gestartet, berichtete Sozialministerin Golze.

Ziel sei es, dass alle Brandenburger im Alter so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben könnten. "Dafür gestalten wir gemeinsam mit den Akteuren vor Ort die notwendigen Strukturen", sagte Golze. Deren Grundpfeiler seien vor allem präventive und rehabilitative Angebote vor Ort. Diese zu schaffen, darin unterstütze die Pflegeoffensive die Kommunen.

Aktuell erarbeitet das Sozialministerium laut Golze für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt eine zusammenfassende Darstellung mit regionalen Daten und Fakten sowie Projektionen der künftigen Entwicklungen in der Pflege. Diese Pflegedossiers sollen kommunalen Verantwortlichen helfen, im Bereich der Pflege notwendige Entscheidungen zu treffen.

Das Modellprojekt "Fachstelle Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg" ist die umfangreichste Maßnahme der Pflegeoffensive. Sie startete am 1. Oktober 2015 und wird in Zusammenarbeit von Gesundheit Berlin-Brandenburg, der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg und dem Berliner Institut für Gerontologische Forschung umgesetzt. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Landes und der Pflegeversicherung.

Die Fachstelle soll dazu beitragen, die Kommunen sowie die Akteure vor Ort bei der Entwicklung und Realisierung einer regionalspezifischen Infrastruktur für ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu unterstützen. Sie bietet Beratung und Bestandsanalysen, informiert über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten und fördert den Erfahrungsaustausch.

Die Pflegeoffensive Brandenburg wurde im Herbst 2015 von Sozialministerin Golze gestartet. Grundlage ist die "Brandenburger Fachkräftestudie Pflege", die ein Jahr zuvor veröffentlicht wurde und konkrete Handlungsfelder benennt. Die Initiative weist Schnittstellen zum geplanten Pflegestärkungsgesetz III der Bundesregierung auf. Zu den zentralen Maßnahmen der Offensive in Brandenburg gehören unter anderem auch das "Kompetenzzentrum Demenz für das Land Brandenburg". 2016 stehen für die Pflegeoffensive den Angaben zufolge eine Million Euro zur Verfügung.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Pressekonferenz in der BPK

Bundeskanzler Friedrich Merz: „Ich bin ein lernfähiges System“

Soziale Pflegeversicherung

Heimpflege: Eigenanteile klettern weiter kräftig nach oben

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Leitlinie

Wie Sie Schmerzen bei Demenz-Patienten erkennen

Gegen Über- und Unterversorgung

„Klug entscheiden“-Empfehlung zu Vorhofflimmern: Das steht drin

Lesetipps
Ein verschrumpelter roter Luftballon mit ganz wenig Luft.

© Jörg Lantelme / Stock.adobe.com

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose

Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen