Neue Bedarfsplanung

Bremen prüft Bedarf an Kinderärzten

Laut KV ist die Hansestadt mit Pädiatern überversorgt, trotzdem klagen Ärzte und Eltern.

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BREMEN. Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen (KVHB) will die Versorgungsdichte mit Kinderärzten neu prüfen und strengt eine Bedarfsplanung nach neuen Kriterien an. Der Grund: Laut derzeitiger Bedarfsplanung hat Bremen mehr als genug Kinderärzte. Dennoch gibt es Versorgungsengpässe in der Stadt Bremen. "Wir nehmen das Problem sehr ernst", sagt Christoph Fox, Sprecher der KV Bremen, der "Ärzte Zeitung".

Zum 1. April lag der Versorgungsgrad mit Kinderärzten an der Weser nach Angaben der KV Bremen bei 142,2 Prozent und überschreitet damit die Grenze zur Überversorgung um 32,2 Prozent. In absoluten Zahlen: In Bremen sind 56,5 Kinderärzte zuständig für 95524 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, also ein Kinderarzt für 1690 Kinder. Trotzdem beklagen die niedergelassenen Kinderärzte und Eltern in manchen Stadtteilen Überlastung, wie die KVHB bestätigt. "Wir haben nennenswerte Beschwerden", erklärt Fox.

Nun will die KV Bremen nach dem Vorbild Hamburgs den Bedarf neu berechnen. "Eventuell muss man dann für die Stadt Bremen einen Sonderbedarf feststellen", sagt Fox. Grundlage für die Sonderbedarfsfeststellung ist der Paragraf 35 der Bedarfsplanungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA). Er regelt den zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarf. Dabei spielen etwa die regionale Demografie und Morbidität eine Rolle.

In Hamburg wurden nach einer Sonderbedarfsfeststellung bereits vier neue Kinderärzte zugelassen, sagt Dr. Jochen Kriens, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVHH). An der Elbe wurde der Sonderbedarf unter anderem anhand der gestiegenen Anzahl der abgerechneten U3-Untersuchungen festgestellt. Die Prüfungsergebnisse aus Bremen sollen im Herbst vorliegen. (cben)

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