Direkt zum Inhaltsbereich

Trotz Honorarstreits zwischen Ärzten und Kassen

Bundesgesetzblatt: Corona-Schutzimpfung ist ab 8. April Regelversorgung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach regelt den Übergang für Impfungen und Präexpositionsprophylaxe per Verordnung.

Veröffentlicht:
Fertig für die Impfung: Spritzen mit COVID-19-Impfstoff werden auch künftig gebraucht. Aktuell hat die Nachfrage allerdings erheblich nachgelassen. (Archivbild)

Fertig für die Impfung: Spritzen mit COVID-19-Impfstoff werden auch künftig gebraucht. Aktuell hat die Nachfrage allerdings erheblich nachgelassen. (Archivbild)

© Martin Schutt / dpa

Berlin. Der Übergang der Corona-Impfung in die Regelversorgung geht mit unangenehmen Nebengeräuschen einher. Ärzte und Krankenkassen einigen sich nur langsam auf neue Vergütungssätze für die Corona-Impfung.

Einen gesetzlichen Anspruch auf Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 gibt es gleichwohl. Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte am Mittwoch angekündigt, an dieser Stelle die Möglichkeiten der Rechtsaufsicht voll ausschöpfen zu wollen.

Ab Samstag gilt „Regelversorgung plus“

Ab dem 8. April, also ab dem Tag nach dem Auslaufen der Corona-Regelungen im Infektionsschutzgesetz, haben Patientinnen und Patienten Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung auf Kassenkosten nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses, wenn Ärztin oder Arzt eine solche Impfung für medizinisch erforderlich erachten.

Damit haben sie mehr Freiheitsgrade, als die Schutzimpfungsrichtlinie des G-BA gewährt. Dadurch werde sichergestellt, dass über die in der Schutzimpfungsrichtlinie vorgesehenen Schutzimpfungen hinaus ein hohes Immunitätsniveau in der Bevölkerung vor allem in Hinblick auf den Herbst und Winter 2023/2024 besteht, heißt es in der Begründung zur Verordnung.

Das geht aus der „Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung und auf Präexpositionsprophylaxe gegen COVID-19“ hervor, die bereits im Bundesgesetzblatt einzusehen ist.

Lesen sie auch

Präexpositionsprophylaxe bleibt geregelt

Auch den Anschluss einer Versorgung mit Paxlovid hat Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) mit der Verordnung geregelt. Versicherte haben weiterhin Anspruch auf verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Präexpositionsprophylaxe gegen COVID-19. Voraussetzungen sind, dass eine Schutzimpfung bei Ihnen nicht oder nicht ausreichend wirkt beziehungsweise weitere Gegenanzeigen gegen eine Impfung bestehen.

Zudem regelt die Verordnung die Übermittlung von Angaben zu Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 durch die Kassenärztlichen Vereinigungen, den ÖGD, mobile Impfteams und Arztpraxen, Krankenhäuser, Arbeitsmediziner und Apotheker. Empfänger dieser Datensätze sind das Robert Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut.

Vor allem diese weiter vorgesehene umfangreiche Impfsurveillance hatte die KBV kritisiert, da diese für Praxen mit einem erheblichen Dokumentationsaufwand verbunden sei. (af/ger)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Holzklötze mit Symbolen für verschiedene Versicherungsarten, dahinter eine Person im weißen Hemd.

© REDPIXEL / stock.adobe.com

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Übersicht und Metaanalyse

Probiotika könnten Arthrose-Beschwerden lindern

Lesetipps
Ältere Frau sitzt auf dem Boden und hält sich den Kopf.

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt