Direkt zum Inhaltsbereich

Krankenhausförderung

Bundesrat will Zukunftsgesetz durchwinken

Die Fachausschüsse im Bundesrat plädieren für mehr Zeit für Krankenhäuser, um Förderanträge beim Zukunftsfonds stellen zu können.

Veröffentlicht:
Ein Stethoskop liegt auf der Tastatur eines Laptops: Die Länder plädieren für mehr Zeit, um Mittel aus dem Krankenhauszukunftsfonds zu beantragen.

Ein Stethoskop liegt auf der Tastatur eines Laptops: Die Länder plädieren für mehr Zeit, um Mittel aus dem Krankenhauszukunftsfonds zu beantragen.

© picture alliance / Hans Wiedl/dp

Berlin. Die Fachausschüsse des Bundesrats empfehlen, das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) nicht in die Vermittlung zu schicken. Die Länderkammer wird am 9. Oktober über die Vorlage beraten.

Mit dem KHZG soll ein Krankenhauszukunftsfonds aufgelegt werden, um eine modernere digitale Ausstattung der Kliniken zu ermöglichen. Der Bundestag hat am 18. September dem Gesetz zugestimmt. Der Fonds soll mit drei Milliarden aus dem Bundeshaushalt gespeist werden, weitere 1,3 Milliarden Euro müssen die Länder oder Krankenhausträger kofinanzieren.

Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats schlägt eine Entschließung vor, nach der die Bundesregierung aufgefordert werden soll, die Fristen im KHZG zu verlängern. Danach soll es den Ländern möglich sein, bis Ende 2022 Anträge zur Förderung von Investitionen aus dem Fonds zu stellen. Außerdem wird eine pauschale Förderung vorgeschlagen.

Dies könnte das Verfahren stark entbürokratisieren, weil IT-Förderanträge „erfahrungsgemäß langwierig“ seien und zudem spezielle Kenntnisse erfordern. Bisher können Anträge beim Bundesamt für Soziale Sicherung, das den Fonds verwalten soll, nur bis Ende 2021 gestellt werden.

Abschlag ab dem Jahr 2025? Besser ein Zuschlag

Den Ausschuss für Kulturfragen treibt um, dass Krankenhäuser, die ab dem Jahr 2025 nicht bestimmte digitale Dienste anbieten – wie etwa eine durchgehend elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen – auf jeden Behandlungsfall einen Abschlag von zwei Prozent hinnehmen müssen. Angesichts der „angespannten Haushaltslage“ von Unikliniken werde es nicht möglich sein, alle notwendigen Investitionen „zeitnah“ vorzunehmen.

Der Ausschuss unterstützt daher den Vorschlag der Deutschen Krankenhausgesellschaft, anstatt einer Abschlags- eine Zuschlagsregelung einzuführen: „Das würde einen wirksamen Anreiz zur Förderung der digitalen Dienste darstellen“, glaubt der Ausschuss. (fst)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Logo Digiteneers - Vertidisan

© Digitineers

Digitineers

Bei Schwindel – Vertidisan®: Die Therapie-App

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Doctolib

Doctolib

Mehr Service: KI-Assistenz rund um die Privatbehandlung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Lesetipps
Sklerenikterus bei einem älteren Patienten

© Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Meist Adenokarzinome

Tipps zur Früherkennung: Warnzeichen für Pankreaskrebs erkennen

Symbolbild eines Darms mit einer Lupe

© kirania / Generated with AI / Stock.adobe.com

Wandel der postoperativen Therapie

Morbus Crohn: Biologika senken das Rezidivrisiko nach Darmresektion

Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?