Kommentar – TSVG

Chance oder Abrechnung?

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Es ist sicherlich nicht die Woche der großen Entscheidungen, aber ab jetzt beginnt die heiße Phase der Sondierungen und Beratungen rund um das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Im Zentrum steht die Anhörung am kommenden Mittwoch.

Flankiert wird das Prozedere von mindestens zwei wichtigen Neujahrsempfängen, dem der Hausärzte und dem von Bundesärztekammer, KBV, Kammer und KV Berlin. Genügend Zeit, dort auszuloten, was beim TSVG noch geht und was nicht.

Beide Ereignisse gelten als Stimmungsbarometer für die große Dialogveranstaltung, die dann zwischen Ärzten und dem Bundesgesundheitsminister am Freitag ansteht: Chance oder Abrechnung?

Der Minister hat sich schon vor Wochen gesprächsbereit gezeigt und dies vor wenigen Tagen bekräftigt. Man sollte ihn beim Wort nehmen. Psychotherapeuten haben am Montag gespannt nach Berlin geschaut, ob die von ihnen angestoßene Petition mit 200.000 Unterschriften gegen die Einschränkung des Zugangs zur Psychotherapie politisches Gehör findet. Der Minister zeigte sich offen für Alternativen.

Dennoch: Es sind seine schnellen Vorstöße, die für Irritationen sorgen. Wie schrieb kürzlich ein Kollege über ihn: „. . .mit dem Fuß ständig auf dem Gaspedal“.

Lesen Sie dazu auch: Vor der Anhörung : Nachbesserungsbedarf beim TSVG

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