Direkt zum Inhaltsbereich

Neuer Ausschuss

Corona-Pandemiegremium startet mit Kritik aus den eigenen Reihen

Ein neues Gremium soll die Regierungsarbeit in der Corona-Pandemie unter die Lupe nehmen. Die Kritik daran reicht tief in den neuen Unterausschuss selbst hinein.

Veröffentlicht:
Vorsitzender des neuen Unterausschusses „Parlamentarische Begleitgremium COVID-19-Pandemie“ ist der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke, der auch Präsident der Landesärztekammer Nordrhein ist.

Vorsitzender des neuen Unterausschusses „Parlamentarische Begleitgremium COVID-19-Pandemie“ ist der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke, der auch Präsident der Landesärztekammer Nordrhein ist.

© Christoph Hardt / Geisler-Fotopres / picture alliance

Berlin. Am Mittwoch ist in Berlin das neue „Parlamentarische Begleitgremium COVID-19-Pandemie“ erstmals zusammengetreten. Dabei handelt es sich um einen Unterausschuss des Ausschusses für Gesundheit des Bundestags. Das interdisziplinäre Gremium hat 21 Mitglieder. Vorsitzender ist der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke, der auch Präsident der Landesärztekammer Nordrhein ist.

Das Begleitgremium geht auf das Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen zurück. Das sieht einen stärkeren Einfluss des Parlaments auf die Pandemiepolitik vor. Das neue Gremium soll die von der Regierung getroffenen Maßnahmen in der Krise evaluieren.

FDP: „Maximale Transparenz“

Kritik am neuen Unterausschuss üben selbst dessen Mitglieder. Die FDP-Abgeordnete Katrin Helling-Plahr, selbst Obfrau ihrer Fraktion im Begleitgremium, bezeichnete das Vorgehen der Regierungsfraktionen als „unakzeptabel“. Die Koalition schiebe die großen Fragen unserer Zeit in einen Unterausschuss, der zudem auch noch nicht öffentlich tage. Sie kündigte an, sich für „maximale Transparenz“ der Gremiumarbeit einzusetzen.

In die gleiche Kerbe hieb die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. „Anstatt transparenter, interdisziplinärer, öffentlicher Beratungen über Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie kommt ein Symbolgremium, was hinter verschlossenen Türen tagt“, kritisierten der Arzt Dr. Janosch Dahmen und Kordula Schulz-Asche, Berichterstatterin für Infektionsschutz ihrer Fraktion.

Grüne: Tagen bis zur Wahl

Gleichzeitig forderten sie, das Gremium über die reguläre Sitzungsperiode des Bundestags hinaus bis zur Bundestagswahl am 26. September einmal in der Woche tagen zu lassen. Ursprünglich hatte die Fraktion einen unabhängigen Pandemierat gefordert, der medizinische wie sozialwissenschaftliche, juristische, internationale, ökonomische und weitere wissenschaftliche Perspektiven in sich vereinigen sollte. (af)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Steuern auf Genussmittel

Zwölf Euro, bitte: Was die Koalition bei der Tabaksteuer plant

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Cannabis

Cannabinoide bei Schmerzen: Wann einsetzen, wie dosieren?

Porträt

Steve Roczen: Darum ist der MFA-Beruf für Männer interessant

Lesetipps
Ein gedeckter Tisch mit Gemüse

© san_ta / Stock.adobe.com

Metaanalyse

Ist eine vegetarische oder vegane Ernährung gut für Kinder?

Alle Diabetes-Patienten gegen  Herpes zoster impfen?

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Alle Diabetes-Patienten gegen Herpes zoster impfen?