Direkt zum Inhaltsbereich

Für neonatologische Intensivstationen

DKG fordert Korrekturen bei Pflegepersonalvorgaben

Die Pflegepersonalanforderungen in der neonatologischen Intensivpflege werden oft gerissen.

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hadert mit den Pflegepersonalvorgaben für neonatologische Intensivstationen und fordert, diese anzupassen.

Einen entsprechenden Antrag habe sie deshalb für die Sitzung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) am 20. Juni eingebracht, heißt es in einer Mitteilung.

Die Scharfstellung der Pflegepersonalanforderungen auf den neonatologischen Intensivstationen zum 1. Januar 2020 könne nicht verantwortet werden.

Übergangsregelung läuft aus

„Wenn von 211 Perinatalzentren 191 die Anforderungen nicht erfüllen können, müssen die Anforderungen der Realität und Machbarkeit angepasst werden“, sagt DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.

Viele Zentren könnten die Vorgaben nicht erfüllen, weil es an qualifiziertem Personal auf dem Arbeitsmarkt fehle, die Zahl der Patienten nicht kalkulierbar sei und es unvorhersehbare Personalausfälle gebe. Auf diese Faktoren hätten die Kliniken praktisch keinen Einfluss, so Baum.

Der GBA hatte Ende 2016 eine Übergangsregelung für die Personalanforderungen in der neonatologischen Intensivpflege beschlossen, die zum Jahresende ausläuft.

Ab dem 1. Januar 2020 muss nun zwingend auf neonatologischen Intensivstationen jederzeit mindestens eine Kinderkrankenpflegekraft je Frühgeborenem mit einem Geburtsgewicht von 1500 Gramm verfügbar sein.

Für die Intensivüberwachung gilt ein Schlüssel von 1:2. 40 beziehungsweise 30 Prozent der Mitarbeiter im Pflegedienst müssen zudem eine Fachweiterbildung in pädiatrischer Intensivpflege abgeschlossen haben.

DKG will mehr Flexibilität

Die DKG fordert nun mehr Flexibilität bei der Erfüllung dieser Mindestanforderungen. Die Kliniken bräuchten darüber hinaus mehr Möglichkeiten, die erforderlichen Personalvorgaben außer mit Kinderintensivpflegefachkräften auch mit langjährig erfahrenen Pflegekräften aus der Neonatologie sicherzustellen.

Hier müssten die Übergangszeiträume für die Anerkennung der Pflegekräfte erweitert werden, fordert die DKG.

Die Krankenhausgesellschaft appelliert an die Kostenträger im Gemeinsamen Bundesausschuss, den geforderten Korrekturen zuzustimmen. Sollte dies nicht geschehen, müsse der Gesetzgeber eingreifen. (chb)

Wir haben den Beitrag verlängert und aktualisiert am 14.06.2019 um 15:33 Uhr.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Wie Haus- und Fachärzte gemeinsam Impflücken schließen

© Vladimir Vladimirov | iStock (Symbolbild mit Fotomodellen)

Round-Table-Gespräch

Wie Haus- und Fachärzte gemeinsam Impflücken schließen

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Die häufigsten Praxisfragen zur Influenzaimpfung

© Aitor Diago | Getty Images

Wer, wann, womit?

Die häufigsten Praxisfragen zur Influenzaimpfung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

© FatCamera | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodellen)

Impfstatus Klinikpersonal

Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

Anzeige | Viatris Germany GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Podcast Dr. Nele Frerksen-Kirschner

© Porträt: Dr. Nele Freerksen-Kirschner, Universitätsklinik Aachen | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wechseljahresbeschwerden individuell behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gedeon Richter Pharma GmbH, Köln
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Raumfahrtmediziner im Porträt

Jens Jordan – ein Arzt für Weltall und Erde

Lesetipps
Dreidimensionale gerenderte Darstellung der Anatomie des menschlichen Herzens.

© PIC4U / stock.adobe.com

Schutzmechanismus entdeckt?

Warum Krebs im Herzen selten vorkommt

Eine Frau hat einen kleinen Ventilator in der Hand.

© Marcus Brandt/dpa

Auf einen Blick

Unsere Beiträge zum Thema Hitze in der Übersicht