Krankenkassen

Datenschutz: Vertrauen in Kassen und Ärzte

BERLIN (ava). Beim Datenschutz vertrauen die Bundesbürger vor allem den Krankenkassen und Banken sowie Ärzten und Krankenhäusern. Das geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom hervor.

Veröffentlicht:
Beim Datenschutz vertrauen die Bundesbürger am meisten den Krankenkassen, ergab eine Umfrage.

Beim Datenschutz vertrauen die Bundesbürger am meisten den Krankenkassen, ergab eine Umfrage.

© Pavel Ignatov / shutterstock.com

77 Prozent der Bundesbürger haben der Umfrage zufolge ein starkes oder sehr starkes Vertrauen in ihre Krankenkasse, wenn es um den Umgang mit persönlichen Daten geht.

75 Prozent der Bürger vertrauen ihrer Bank, 74 Prozent den von ihnen besuchten Ärzten und Krankenhäusern, hat die Forsa-Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom ergeben.

Im Vergleich dazu erreichen staatliche Stellen, Energieversorger und Internetdienstleister lediglich ein mittleres Vertrauensniveau beim Datenschutz. So bringen 59 Prozent der Bundesbürger Behörden wie Finanz- oder Meldeämtern großes Vertrauen entgegen.

Jeder Zweite hat hohes oder sehr hohes Vertrauen in Energieversorger und Internet-Provider (50 bzw. 48 Prozent). Soziale Netzwerke fallen demgegenüber mit lediglich 14 Prozent Vertrauenszuspruch stark ab.

Basis der Angaben ist eine repräsentative Umfrage des Instituts Forsa, bei dem mehr als 1000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt wurden.

Bitkom: Mehr Vertrauen aufbauen

Die Umfrageergebnisse sagen dem Nachrichtenportal "Heise Online" zufolge allerdings weder etwas über die Kenntnisse der Befragten in Sachen Datenschutz aus noch geben sie Hinweise darüber, inwieweit grobe Verstöße wie Pannen mit Patientendaten in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Der Branchenverband Bitkom nimmt die Studie zum Anlass, für Selbstverpflichtungen der Unternehmen zu werben. "Wir wollen und werden mehr Vertrauen aufbauen, sagte Bitkom-Präsident Professor Dieter Kempf.

Behördendienste, die Energieversorgung, aber auch das Gesundheitswesen sowie Verkehr und Bildung immer stärker über Internet-Technologien gesteuert.

Es werden künftig höhere Datenmengen anfallen, die ein Höchstmaß an Schutz brauchen. Dabei müssen Staat und Unternehmen die Menschen jeweils aktuell und umfassend informieren.

Mehr zum Thema

Pharma-Innovationen

Ethikrat thematisiert Anspruch auf faire Arzneimittelpreise

Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Plenardiskussion beim Hauptstadtkongress 2022: „Frauen machen Gesundheit, Männer führen: Wo bleibt Female Empowerment?“ Es diskutierten (von links:) Dr. Christiane Stehle, Tanja Heiß, Emily Troche, Moderatorin Katharina Lutermann, Dr. Susan Niemeyer, Frederike Gramm, Oberin Doreen Fuhr.)

© Rolf Schulten

Wenige weibliche Führungskräfte

Wie kommt das Gesundheitswesen zu mehr Chefinnen?