Rheumatologen

Delegation kann Engpässe mildern

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NEU-ISENBURG. Steigender Versorgungsbedarf, aber viel zu wenig Rheumatologen: Laut Professor Christoph Fiehn, diesjähriger Tagungspräsident des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), ließe sich das Versorgungsproblem durch Delegation und eine bessere Einbeziehung von Hausärzten zumindest etwas abmildern.

Bereits das Rheuma-Screening werde in der Regel durch Rheuma-Fachärzte vorgenommen, sagte er anlässlich des Kongresses.

"Es gibt allerdings vielversprechende Studien, die zeigen, dass man die Frühuntersuchung auch delegieren kann." Ein gutes Beispiel sei ein Modellprojekt des Düsseldorfer Uniklinikums. Dort wurden Medizinstudierende so geschult, dass sie das Screening vornehmen konnten – zur großen Zufriedenheit der Patienten und auch der Studierenden selbst.

Ein anderes Modell, das bereits in mehreren Regionen umgesetzt werde, binde die Hausärzte stärker ein: "In einer Art Ärztenetzwerk werden Nicht-Rheumatologen systematisch geschult und bekommen spezielle Fragebögen als Untersuchungswerkzeug an die Hand", berichtete der niedergelassene Internist und Rheumatologe.

Die Allgemeinmediziner könnten so ihre Verdachtsdiagnose besser überprüfen, bevor sie den Patienten an einen Rheumatologen oder eine Screening-Sprechstunde überweisen.

Denn nach Angaben der DGRh hat sich gezeigt, dass, obwohl für den Besuch der Screening-Sprechstunde in der Regel eine hausärztliche Überweisung benötigt wird, sich der Rheumaverdacht nur bei einem Viertel bis der Hälfte der überwiesenen Patienten bestätigt.

Wie dringend solche Konzepte benötigt werden, legt Fiehn anhand einer Erhebung aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen dar. Dort sei ein niedergelassener Rheumatologe bereits jetzt für durchschnittlich 1500 Patienten zuständig – mit steigender Tendenz. Fiehn: "Der Bedarf übersteigt damit die Kapazität der Kollegen bei Weitem." (reh)

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