Berufspolitik

Die DOXS wollen da weitermachen, wo die KV aufhört

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Schon an ihrem Gründungstag - dem 11. November 2007 - präsentierte sich die Genossenschaft DOXS eG als starke Truppe: Vom Start weg traten der neuen Genossenschaft 571 Ärzte und Psychotherapeuten bei. Heute zählt die DOXS 820 Mitglieder.

"Unser Ziel ist es, die Wirtschaftskraft der Praxen in der Region Nordhessen zu stärken und eine dezentrale, wohnortnahe medizinische Versorgung sicherzustellen", erklärt Vorstandsvorsitzender Dr. Withold Kietzmann.

Dies geschehe nicht in Abgren-zung zur Kassenärztlichen Vereinigung, sondern in Ergänzung zu ihr. "Wir machen da weiter, wo die KV aufhört." Im Unterschied zu eher lose strukturierten "Netzen" oder "Vereinen" kann die Genossenschaft als eigenständiges Wirtschaftsunternehmen mit den Kassen "auf Augenhöhe" über Verträge zur Integrierten Versorgung verhandeln.

Darüber hinaus entwickeln die DOXS-Mitglieder verschiedene Behandlungspfade zu Krankheitsbildern wie Herzinsuffizienz, Diabetes oder chronische Schmerzen. "Darin legen wir fest, wer was tut", sagt Kietzmann. Auf diese Weise werde die Betreuung der Patienten verbessert. Und das spare den Kassen langfristig viel Geld - "auch wenn das eine oder andere Präparat mal teurer ist".

Derzeit ist die Genossenschaft dabei, ihre Mitglieder elektronisch zu vernetzen. "Wir testen dafür verschiedene Softwareprodukte aus", sagt Kietzmann. 2009 soll der elektronische Datenaustausch zwischen niedergelassenen Ärzten und den Kollegen der Akut- und Rehakliniken funktionieren. "Nordhessen", sagt Kietzmann, "ist eine interessante, aber sozial schwache Region." In manchen Landstrichen gebe es kaum noch Arztpraxen. "Schon deshalb müssen wir zusammenrücken und die Region gemeinsam nach vorne bringen." (hom)

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