„Mehr Ernsthaftigkeit“ nötig

Drogenbeauftragter für härteren Kurs gegen das Rauchen

Mehr Ernsthaftigkeit beim Thema Rauchverbot fordert der Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Die Politik könne sich ein Beispiel an Großbritannien nehmen. Lauter

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Berlin. Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert, hat sich für ein deutlich entschiedeneres Vorgehen gegen Tabakkonsum ausgesprochen und von „massivem Handlungsbedarf“ gesprochen. „An der Ernsthaftigkeit, mit der das Thema Rauchen in anderen Ländern angegangen wird, können wir uns ein Beispiel nehmen“, sagte Blienert der „Bild“-Zeitung (Donnerstagsausgabe). Die britische Regierung etwa will den Kauf von Tabak für Menschen, die nach dem 1. Januar 2009 geboren wurden, illegal machen. Dafür soll das Mindestalter, das derzeit bei 18 Jahren liegt, schrittweise erhöht werden. In Neuseeland wurde ein ähnliches Rauchverbot für die nachwachsende Generation inzwischen wieder abgeschafft.

Zugleich verwies Blienert auf die Vereinbarungen der Ampel-Regierung. „Schritt Nummer eins ist bei uns, jetzt die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen und endlich dafür zu sorgen, dass für Zigaretten und Co. nicht mehr geworben werden darf und es auch kein Sponsoring durch die Tabakindustrie mehr gibt.“ Jedes Jahr sterben nach Blienerts Angaben 127.000 Menschen infolge des Rauchens.

Widerspruch kam von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). „Verbote wirken gerade für junge Menschen oft nicht“, sagte Lauterbach den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Online: Donnerstag). Er setze auf Aufklärung und bessere Unterstützung für den Weg aus der Sucht: „Tabakentwöhnung muss regelhaft von den Krankenkassen bezahlt werden, nicht nur bei schwerer Nikotinabhängigkeit. (dpa)

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