Hauptstadtkongress

E-Health wird Leitthema auf Podien

Der Hauptstadtkongress fällt in diesem Jahr in eine Phase der Legislaturperiode, in der Bundestag und Verbände gleich mehrere Gesundheitsgesetze diskutieren.

Von Anno Fricke Veröffentlicht: 20.05.2015, 06:33 Uhr
E-Health wird Leitthema auf Podien

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bei der Eröffnung des Hauptstadtkongresses 2014.

© David Vogt

BERLIN. In schneller Abfolge produziert das Gesundheitsministerium an der Berliner Friedrichstraße derzeit ein Gesetz nach dem anderen.

Sie sollen die ambulante und die stationäre Versorgung sichern, die Pflege stärken, die Prävention fördern sowie Patienten am Lebensende Dasein und Abschied erleichtern.

Mit dem E-Health-Gesetz will der Gesetzgeber endlich eine Rendite der elektronischen Gesundheitskarte für das Gesundheitswesen erzwingen.

Zudem sollen die bei den Krankenkassen schlummernden Datenschätze und überhaupt die Möglichkeiten, die vorhandenen Daten zu verarbeiten, stärker für Forschung und Steuerung von Diagnostik und Therapie nutzbar gemacht werden.

Daraus haben die Veranstalter des Hauptstadtkongresses 2015 ein Schwerpunktthema gemacht. Die Themen E-Health und Digitalisierung ziehen sich durch das gesamte Kongressprogramm vom 10. bis zum 12. Juni.

Steile Thesen für den Kongress

"Aus meiner Sicht werden Big Data, Smart Living und alle anderen Facetten von E-Health die Medizinwelt grundlegend verändern", gibt sich Dr. Axel Ekkernkamp, der Wissenschaftliche Leiter des Deutschen Ärzteforums beim Hauptstadtkongress, überzeugt.

Die Geschwindigkeit des Medizinbetriebs werde dadurch nochmals erheblich gesteigert und sowohl Diagnostik als auch Therapie nachhaltig beeinflussen.

Das sind steile Thesen, wie geschaffen für einen Kongress, der sich mit erwarteten 8000 Teilnehmern als Leitveranstaltung der Branche versteht. "Die genetische Struktur des Hauptstadtkongress, seine DNA, ist seine Funktion als Leading Think Tank der Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft", sagt auch Ulf Fink, ehemaliger Gesundheitssenator in Berlin und Präsident des Hauptstadtkongresses.

Eng verknüpft mit Big Data im Gesundheitswesen sind auch die personalisierte Diagnostik auf der Basis von Gensequenzierungen und die stratifizierende Medizin.

Hier setzt der Kongress ebenfalls einen Schwerpunkt. Er wolle den Unternehmen an den Schnittstellen zwischen Informationstechnologie und Medizin ein relevantes Forum bieten, sagt Fink.

Relevante Player zusammenführen

Alleinstellungsmerkmal des Hauptstadtkongresses sei es seit jeher, Trends früher zu erkennen und relevante Player in diesen Bereichen zusammenzuführen.

Der Kongress hält auch in der 18. Auflage an seinem Konzept fest. Um die Kernveranstaltungen des Deutschen Ärzteforums, den Deutschen Pflegekongress und den Managementkongress Krankenhaus, Klinik, Rehabilitation herum gibt es Foren für Psychotherapeuten, Physiotherapeuten und Apotheker sowie den Labortag.

Zudem bietet der Kongress mit dem Fachärztetag 2015 den sich neu herausbildenden fachärztlichen Strukturen wie dem Spitzenverband Fachärzte Deutschlands und seinen Wirtschaftsunternehmen ein Forum.

Ein herausragendes Thema soll nach der Ankündigung der Veranstalter die Notfallmedizin sein. Darunter fallen die Laienreanimation sowie Innovationen bei der Simulationsmedizin und neuer Aspekte der Schlaganfallversorgung.

Veranstaltungsort ist zum zweiten Mal der City Cube in Berlin.

Das ausführliche Programm ist abrufbar unter: http://www.hauptstadtkongress.de/2015/programmuebersicht

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